| Als ich gefragt wurde, ob ich in der Lausitz für den Bundestag kandidieren würde, war ich froh. Zehn Jahre war ich Mitglied des Europäischen Parlaments. Die soziale und wirtschaftliche Situation der Grenzregionen gehörte zu meinen Arbeitsschwerpunkten. Ich weiß, wie groß und schwierig die Struktur- und Bevölkerungsveränderungen sind, wie hoch die Arbeitslosigkeit.
Doch alle diese Regionen haben auch große Chancen und Zukunftspotenziale und Menschen, die sie erschließen wollen. Die Lausitz durch ihre besonders reiche Geschichte, viele und so unterschiedliche architektonische und industrielle Denkmäler, durch ihre Bildungseinrichtungen und die alten und neu entstehenden Landschaften hat vielleicht sogar die besten Möglichkeiten. Die Gefahr, dass sie und andere grenznahe Regionen von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland abgekoppelt werden, ist aber nicht gebannt und in der Folge einer verfehlten Bundespolitik sehr ernst.
Das sind Ziele, für die ich mich im Bundestag einsetzen möchte: Nutzung der besonderen regionalen Möglichkeiten für die deutsch-polnische und europäische Zusammenarbeit und eine europäische und deutsche Regionalpolitik, die der Lausitz neue wirtschaftliche und soziale Perspektiven eröffnet und zukunftsfähige Arbeitsplätze fördert. |