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Aphorismen aus:
Nur die nackte Wahrheit geht mit keiner Mode.
(erschienen im Eulenspiegel Verlag Berlin 2000)
Vor
zweihundert Jahren:
Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit!
Heute:
Freizeit, Gleichgültigkeit, Brudermord.
Wenn
die Augen vor den Tatsachen geschlossen werden,
kann
man nur noch schwarzsehen.
Die
Venusatmosphäre besteht aus Ammoniak, Schwefel- und Stickoxyden.
Dort
müssen einmal Menschen gelebt haben.
Die
Kriminalität nimmt unaufhaltsam zu.
Wir
stehlen uns sogar aus der Verantwortung.
Ehrlichkeit
währt am längsten.
Sie
kommt immer zu spät.
Kolumbus
hat den Weg von Kontinent zu Kontinent entdeckt.
Vielleicht
findet sich irgendwann auch ein Weg von Mensch zu Mensch.
Wir
schwimmen auf der Erfolgswoge.
Nach
uns die Sintflut.
Meine
Hoffnung für das Gute:
die
Unverbesserlichen.
Man
teilte meine Wahrheitsliebe.
Nun
lebe ich mit den Halbwahrheiten.
Macht
verdirbt nicht den Charakter.
Sie
macht charakterlos.
Ich
prügele mich nicht mehr.
Ich
habe festgestellt, daß jene, denen ich eine scheuern möchte, schon
bescheuert sind.
Warum
soll ich mein Schicksal auch noch mit Geduld tragen?
Es
ist ohne Geduld schon schwer genug.
Wozu
eigentlich Computer?
Politiker
sind viel berechnender.
Die
grauen Zellen der Dogmatiker sind absolut ausbruchsicher.
Wir
haben uns nichts zu sagen.
Aber
das verschweigen wir.
Das
Rückgrat ist die Achillesferse des Menschen.
Geld
stinkt nicht.
Es
vergiftet geruchlos.
Der
Mensch ist nicht nur gut -
er
ist unverbesserlich.
Gott
schuf die Welt.
Er
war Satiriker.
Es
gibt nur eine wirkliche Modernisierung der Waffen -
ihre
Verschrottung.
Die
Freiheit ist unantastbar!
Wage
niemand, sie sich zu nehmen.
Jesus
hat die Geldwechsler aus dem Tempel gejagt.
Nun
sind sie überall.
Schenke
nie einem Politiker dein Vertrauen!
Er
könnte es erwidern.
Natürlich
war der Sozialismus dem Kapitalismus überlegen.
Er
ist schneller untergegangen.
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