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André
Brie: Schriftliche Anfrage mit Vorrang (Art. 44 Abs. 5) an die EU
Kommission (vom 27.02.2002)
Einhaltung finanzieller Zusagen der EU gegenüber Jugoslawien
In
einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL (Ausgabe
9/2002) machte der jugoslawische Premierminister, Herr Zoran Djindjić,
folgende Aussagen:
im
vergangenen Jahr 2001 hätte die Europäische Union Jugoslawien von
versprochenen 300 Million Euro zunächst zwei Drittel zur Tilgung von
Schulden aus der Milosević-Zeit abgezogen, um nach einem (damaligen)
SPIEGEL-Interview kurz darauf 45 Millionen Euro zu bewilligen; diese 45
Millionen Euro zieht die EU wiederum in den Jahren 2002 - 2004 in drei
Raten ab;
von
der im vergangenen Jahr 2001 zugesagten Soforthilfe für Jugoslawien in Höhe
von 1.3 Milliarden Dollar seien bisher kaum 500 Millionen Dollar
ausgezahlt worden.
Bezug
nehmend auf dieses Interview frage ich die Kommission:
ob
sie diese Aussagen bestätigen kann ?
welche
konkreten Fakten sie vorbringen kann, sofern diese Aussagen nicht bestätigt
werden können ?
ob
sie sich der enormen Bedeutung der Einhaltung finanzieller Zusagen für
die Aufrechterhaltung der Stabilität in Jugoslawien sowie des
eingeschlagenen Reformkurses der Regierung bewusst ist ?
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