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Zur Ermächtigung des US-Präsidenten zu einem
Militärschlag gegen Irak erklärt der PDS-Europaabgeordnete Dr. André
Brie:
Wahlzeiten
stets Gefahr für den Weltfrieden
„Offensichtlich
hat die Kriegshysterie der Bush-Administration nun auch den Kongress und
den Senat in den USA erfasst. Obgleich nach wie vor keine konkreten
Beweise für die Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen vorliegen
und Bagdad sich zu einer Beilegung des Konflikts bereit erklärt hat,
geben die Abgeordneten grünes Licht für ein neues Kriegsabenteuer in der
Golfregion. Die These, dass Wahlzeiten in den USA stets eine Gefahr für
den Weltfrieden darstellen, scheint sich erneut zu bewahrheiten.
Angesichts
der weiteren Verschärfung der Krise um Irak muss die rot-grüne
Bundesregierung zeigen, was ihre Wahlversprechungen wert sind. Die erklärte
Ablehnung eines Krieges gegen den Golfstaat muss nicht nur in Washington
deutlich zu Gehör gebracht, sondern auch in die EU getragen werden. Die
„uneingeschränkte Solidarität“ mit den USA darf nicht zum Schweigen
gegenüber Kriegspolitik und Völkerrechtsverletzung führen.
Auch
die PDS als einzige konsequente Friedenspartei in Deutschland muss in
dieser Situation praktisch und auf den Straßen Stellung beziehen. Gegen
die akute Kriegsgefahr aufzutreten ist nicht nur Erfordernis der Stunde,
sondern zugleich eine Chance für die Partei, von der Selbstbeschäftigung
nach dem Wahldebakel in die Realpolitik zurückzukehren.“
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