ANDRÉ BRIE    
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Europäisches Parlament diskutiert Lage des Schiffbausektors in der EU.

Dazu erklärt André Brie, Mitglied des Europäischen Parlaments:

Am heutigen Montag Abend diskutiert das Europäische Parlament aufgrund von mündlichen Anfragen der Konservativen, der Sozialdemokraten sowie der Vereinten Europäischen Linken die Situation in der europäischen Werftindustrie. Hintergrund sind die zum Jahresbeginn erfolgte Streichung der produktionsbezogenen Beihilfen durch die EU-Kommission und die massiven internationalen Wettbewerbsverzerrungen. In meiner Anfrage im Namen der Fraktion habe ich die Kommission insbesondere auf die spezifische Situation der Werften in Mecklenburg-Vorpommern hingewiesen, die durch die EU-Produktionsbeschränkungen besonders hart betroffen sind.

Meine Mindestforderungen sind:

Erstens müssen die Produktionsquoten flexibilisiert werden, so dass sie nicht mehr jährlich, sondern für die verbleibenden fünf Jahre angewendet werden. Zweitens sollten die Rationalisierungseffekte in der europäischen Werftindustrie von jährlich 8 bis 10 Prozent berücksichtigt und in ihrem Maße die Quoten erhöht werden, um keine weitere Reduzierung der Beschäftigtenzahlen zu verursachen. Drittens fordere ich angesichts der massiven internationalen Wettbewerbsverzerrung die Kommission auf, die allgemeinen Produktionsbeihilfen wieder einzuführen.

Strasbourg, 12. März 2001

 
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