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Dr.
André Brie am 03. Dezember 2003:
Europaabgeordneter
kritisiert mögliches Einlenken der EU hinsichtlich US-Forderungen zu
europäischem Satellitennavigationssystem
Doppelfehler
für Europa
Als
„Doppelfehler für Europa“ hat der Europaabgeordnete André Brie den Ausgang der jüngsten Gespräche zwischen
Vertretern der EU und der USA über das europäische
Satellitennavigationssystem Galileo bezeichnet. „Abermals sind die Europäer
vor US-Forderungen eingeknickt“, erklärte Brie am Mittwoch in Brüssel
zu Berichten über das Treffen. Die amerikanische Seite hatte demnach
durchgesetzt, das europäische Navigationssystem in „Krisen- und
Konfliktfällen“ ohne Konsultationen abzuschalten. „Die Chance, mit
Galileo eine zivile und für alle nutzbare Antwort auf das militärisch
dominierte gps-System der USA zu geben, ist damit verspielt worden“, so
der PDS-Politiker.
Zugleich
warnte der Abgeordnete davor, Galileo qualitativ zu verschlechtern, um die
Marktchancen für ein von US-Firmen geplantes kommerzielles
Satellitennavigationssystem zu verbessern. „Von Beginn an waren die von
der EU mit Galileo verbundenen Erwartungen für Wirtschaftsaufschwung und
Beschäftigung illusorisch“, betonte Brie. „Wenn nun auch noch die
wenigen verbleibenden ökonomischen Möglichkeiten aufgegeben werden, würden
nicht nur Milliarden-Subventionen in den Sand gesetzt, sondern das gesamte
Vorhaben ad absurdum geführt.“ Der Parlamentarier rief das Europäische
Parlament auf zu überprüfen, ob dessen Entscheidungen zu Galileo auf
korrekten Informationen der EU-Kommission und des Rats basierten.
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