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Dr.
André Brie am 04. Dezember 2003:
Dringliche
parlamentarische Anfrage zum Vorgehen des US-Militärs gegen europäisches
Satellitennavigationssystem Galileo
In
einer dringlichen parlamentarischen Anfrage hat der PDS-Europaabgeordnete
André Brie die EU-Kommission zu einer Stellungnahme hinsichtlich der jüngsten
Entwicklung um das europäische Satellitennavigationssystem Galileo
aufgefordert. In dem am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Papier
verweist der Politiker auf Presseberichte, wonach es den US-Streitkräften
nicht nur gestattet werden soll, das System in „Krisen- und Konfliktfällen“
abzuschalten, sondern auch das Galileo-Signal abzuschwächen und
qualitativ zu verschlechtern. Brie fragte die Kommission, ob diese
Berichte der Wahrheit entsprechen.
„Falls
die Angaben zutreffen, hat sich die Entscheidungsgrundlage des Europäischen
Parlaments zu Galileo grundsätzlich geändert“, so der Abgeordnete. Wie
er betonte, sei Galileo als zivile Alternative zu dem militärisch
angelegten US-amerikanischen gps-Navigationssystem konzipiert worden.
„Wenn dieser Anspruch jetzt aufgegeben wird, sind die für Galileo
bereitgestellten Mittel faktisch zweckentfremdet worden.“
Brie
erinnerte zugleich an die Entschließung des Europaparlaments zum
Ministertreffen der Europäischen Weltraumorganisation vom Mai 2003, in
der unter anderem die Notwendigkeit eines autonomen Zugangs Europas zum
Weltraum bekräftigt und das gemeinsame europäische Interesse in dieser
Hinsicht hervorgehoben wurde. Der PDS-Vertreter rief die EU-Kommission
auf, bei der kommenden Verhandlungsrunde im Januar 2004 die europäischen
Interessen weder jenen des US-Militärs noch bestimmten wirtschaftlichen
Planungen in den USA zu opfern.
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