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Dr.
André Brie am 03. Juni 2005:
Antwort der Europäischen
Kommission auf Anfrage des Europaabgeordneten André Brie
EU-Strukturfondsmittel zur
Verbesserung der Situation der Roma
Die Europäische Kommission plant,
bis zum Jahr 2006 insgesamt 75 Millionen Euro für horizontale
Interventionen des Europäischen Sozialfonds für benachteiligte Gruppen,
einschließlich der Roma, in der Slowakei und 66 Millionen Euro in der
Tschechischen Republik auszugeben. Das teilte der Europaabgeordnete André
Brie unter Bezug auf ein Schreiben von Kommissar Spidla mit. Brie hatte
die EU-Kommission nachdrücklich auf eine Studie der Europäischen Stelle
zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vom vergangenen
Jahr hingewiesen. Darin wird konstatiert, dass die Minderheit der Roma in
EU-Beitrittsländern am Rand der Gesellschaft leben muss und insbesondere
im Bildungsbereich am stärksten von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und
Diskriminierung betroffen ist.
Wie die Kommission in ihrer
Antwort auf die schriftliche Anfrage des PDS-Politikers mitteilte, werde
die Veränderung der Situation der Roma und anderer benachteiligter Gruppen
als eine der Prioritäten beim Einsatz der EU-Strukturfonds betrachtet. Es
gehe insbesondere darum, „Angebote und Verpflichtungen in greifbare
Maßnahmen mit realen, nachhaltigen Auswirkungen umzuwandeln“.
Zur Verbesserung des Zugangs der
Roma zu Ausbildung und Beschäftigung sollen im Rahmen des Aktionsprogramms
zur Bekämpfung der Diskriminierung Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Darüber hinaus würden Roma-Organisationen ermutigt, finanzielle Zuschüsse
für Projekte in anderen prioritären Bereichen zu beantragen,
beispielsweise für die Ausbildung von Anwälten in der Verteidigung
diskriminierter Personen und die Entwicklung von Möglichkeiten zur
Aufdeckung von Diskriminierungen, hieß es in der Mitteilung der
EU-Kommission. |