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Dr.
André Brie am 06. November 2003:
Zu den von der
EU-Kommission angekündigten „Abstrichen“ an der Förderung der neuen
Bundesländer erklärt der PDS-Europaabgeordnete André Brie:
Reichgerechnet
Die
von EU-Kommissarin Schreyer vertretene Position kann und darf nicht
akzeptiert werden. Bundesregierung, ostdeutsche Landesregierungen und die
Öffentlichkeit müssen angesichts der anhaltenden Strukturschwäche der
ostdeutschen Wirtschaft und des Ausmaßes der Arbeitslosigkeit in den
neuen Bundesländern dringend dafür sorgen, dass eine wirkungsvolle und
effektive finanzielle Unterstützung durch die EU nach 2006 erhalten
bleibt.
Offensichtlich
geht in der Europäischen Kommission Statistik vor Realität. Natürlich
hat Haushaltskommissarin Schreyer Recht, wenn sie sagt, das
durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt der EU werde mit der Aufnahme
wirtschaftlich schwächerer Staaten sinken. Natürlich hat sie Recht, wenn
sie annimmt, dass die ostdeutschen Bundesländer dann rechnerisch über
der Fördergrenze für „Ziel-1-Regionen“ liegen. Natürlich hat sie
Recht, wenn sie folgert, dass diese wenig entwickelten Gebiete rein
juristisch aus der Förderung fallen müssten.
Was
Frau Schreyer nicht sehen will: Natürlich werden die neuen Bundesländer
mit der Osterweiterung nicht über Nacht „reich“. Natürlich bestehen
die wirtschaftlichen und sozialen Probleme weiter. Und natürlich können
ohne effiziente Übergangsregelungen auch zahlreiche, von der EU unterstützte
Projekte nicht erfolgreich abgeschlossen werden.
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