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Dr.
André Brie zum EU-Gipfel von Laeken:
Bürger
in Prozess der EU-Reform einbeziehen
Der
PDS-Europaabgeordnete Dr. André Brie hat die Einberufung eines Konvents
zur EU-Reform durch den Gipfel von Laeken begrüßt. Das Gremium, in dem
Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, der
Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten sowie der nationalen Parlamente
vertreten sind, soll bis Juni 2003 Vorschläge für eine Modernisierung
und Umgestaltung der Europäischen Union erarbeiten. „Entscheidend ist,
dass der Konvent die Bürgerinnen und Bürger in den Dialog über die
Zukunft Europas einbindet und ihnen dabei wirkliche Mitspracherechte einräumt,“
so Dr. Brie. „Die Arbeit des Konvents muss zu einem verfassunggebenden
Prozess werden, in den auch die auf dem EU-Gipfel von Nizza im Dezember
2000 angenommene Grundrechtecharta einfließt.“ Unumgänglich sei zudem,
die Beitrittsstaaten vollständig in alle Schritte zur Vorbereitung der nächsten
Regierungskonferenz mit beratender Stimme einzubeziehen.
Im
Zusammenhang mit der EU-Reform sprach sich Dr. André Brie für eine
Ausweitung der Kompetenzen des Europäischen Parlaments aus. „Der
parlamentarischen Mitsprache kommt bei der weiteren europäischen
Integration eine entscheidende Rolle zu.“ Gegenstand sollte zudem die
Aufnahme der Grundrechtecharta in die Europäischen Verträge sein, um den
Bürgerinnen und Bürgern einklagbare Rechte und eine aktive Beteiligung
an der europäischen Integration zu ermöglichen. Außerdem sei eine klare
Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen EU-Kommission, Mitgliedstaaten
und regionalen und lokalen Gebietskörperschaften notwendig.
Angesichts der Eskalation im Nahen Osten
forderte Dr. Brie ein stärkeres Engagement zur politischen Beilegung des
Konflikts. „Die EU muss ihr politisches und diplomatisches Gewicht in
die Waagschale werfen, um eine friedliche Beilegung des Konflikts zu
unterstützen,“ so der Abgeordnete.
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