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10.11.2005: Vorkasse für Ticketwünsche
zur Fußball-WM:
Brie drängt
EU-Kommission zur Prüfung von Rechtmäßigkeit
Mit einer dringlichen parlamentarischen
Anfrage will der Europaabgeordnete André Brie (Linkspartei) die
EU-Kommission zur Prüfung bedenklicher Verkaufspraktiken für Tickets zur
Fußball-WM 2006 bewegen. In der am Donnerstag veröffentlichten Anfrage
wies der Parlamentarier darauf hin, dass Kunden beim Kauf von so genannten
Optionstickets in Vorleistung treten müssen. „Dabei wissen die
Interessenten noch nicht einmal, ob sie später ins Stadion kommen“,
erläuterte Brie. Er forderte die Kommission
auf, zu prüfen, „ob und inwiefern diese Verkaufspraktiken gegen gültige
Rechtsprinzipien, insbesondere das Wettbewerbs- und
Verbraucherschutzrecht, verstoßen“.
Mit dem Optionsticket-Programm sollen
eventuell zurücklaufende WM-Karten neu vergeben werden. Allerdings ist
nicht abschätzbar, wie viele Karten zurückgegeben werden. „Das
Verkaufsgebaren des WM-Organisationskomitees widerspricht der üblichen
Prozedur, wonach man erst dann bezahlen muss,
wenn man ein Ticket zugeteilt bekommen hat“, so Brie. Zwar würden die
Kunden, deren Kartenwünsche nicht erfüllt würden, ihr Geld zurückerhalten.
In der Zwischenzeit aber könnten Organisationskomitee bzw. FIFA mit den in
Deutschland ohne Gegenleistung eingezogenen Millionenbeträgen arbeiten.
„Das ist nichts anderes als ein zinsloser Kredit, den das
Organisationskomitee durch seine Monopolstellung von den Fußballfans
abfordert.“ |
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