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PDS-Europaabgeordneter
kritisiert Haltung der EU zu Anti-Personen-Minen / Rat antwortete auf
Parlamentarische Anfrage
Minenverlegung
an griechisch-türkischer Grenze anachronistisch und unmenschlich
Der
Europaabgeordnete André Brie hat das Grenzregime Griechenlands
als „anachronistisch und unmenschlich“ kritisiert. Brie bezog
sich dabei am Dienstag in Straßburg auf die Tatsache, dass an der
griechischen Grenze zur Türkei – wie auch auf der türkischen Seite –
nach wie vor Anti-Personen-Minen verlegt sind. „Diese Minen sind in
erster Linie gegen Zivilisten gerichtet“, betonte der PDS-Politiker. In
der Vergangenheit hatte es unter illegalen Einwanderungen mehrfach Tote
und Verletzte durch die Minen gegeben. „Offenbar betrachtet Athen den
Minengürtel als Instrument, um die ‚Festung Europa‘ zu sichern“, so
Brie. „Zugleich ist er ein Relikt der griechisch-türkischen Spannungen.
Offensichtlich ist aber weder die griechische noch die türkische
Regierung zu einer umfassenden Entspannung der bilateralen Beziehungen
bereit.“
Als „völlig
unbefriedigend“ charakterisierte der Abgeordnete die Haltung des Rates
der EU in dieser Frage. „Ein Lippenbekenntnis zum Ziel der vollständigen
Beseitigung der Landminen kann Tote und Verletzte nicht verhindern.“
Brie hatte den Rat in einer Parlamentarischen Anfrage zu einer
Stellungnahme hinsichtlich der Minen aufgefordert und eine EU-Unterstützung
zur Minenräumung angemahnt. „In seiner jetzt vorgelegten Antwort hat
sich der Rat faktisch der Verantwortung entzogen. Damit werden nicht nur
fortgesetzte Menschenrechtsverletzungen gebilligt, sondern auch die
Forderungen des Europäischen Parlaments an Brüssel ignoriert, auf eine
totale Abschaffung von Anti-Personen-Minen hinzuarbeiten."
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