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Dr.
André Brie am 22. März 2004:
Europaabgeordneter ruft EU zu
verstärktem politischen und wirtschaftlichen Engagement auf
Milizen in Afghanistan
entwaffnen
Angesichts
der schweren Kämpfe in der afghanischen Stadt Herat hat der
Afghanistan-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, der
PDS-Abgeordnete André Brie, eine konsequente Entwaffnung der Milizen von
Warlords und Provinzgouverneuren in dem Land am Hindukusch gefordert.
„Die Abrüstung der Privatarmeen ist ein wesentliches Element des
Aufbaus und der Stärkung staatlicher Strukturen in Afghanistan“, erklärte
der Europaparlamentarier am Montag in Dublin. „Die Gefechte am
Wochenende mit über 100 Toten belegen erneut, dass die faktische
Doppelherrschaft von Zentralregierung und regionalen Machthabern ein Herd
der Instabilität bleibt.“
Vor
dem Hintergrund der derzeitigen parallelen Offensiven von pakistanischen
und US-amerikanischen Truppen in der Grenzregion zwischen Afghanistan und
Pakistan rief Brie die EU zur Verstärkung des politischen, diplomatischen
und wirtschaftlichen Engagements in dem Land auf. Auf der anberaumten
internationalen Afghanistan-Konferenz müssten konkrete Vorschläge zur
Unterstützung der Zivilgesellschaft und zur zielgerichteten Wirtschaftsförderung
vorgelegt werden, betonte der Abgeordnete.
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