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Dr.
André Brie am 30. August 2004:
Europaabgeordneter reagiert auf
neue Forderungen aus den USA zur Übermittlung privater Angaben
EU-Kommission muss Datenschutz
sicherstellen
Angesichts neuer Presseberichte
über die Weitergabe personenbezogener Daten von EU-Bürgern an US-Behörden
hat der Europaabgeordnete André Brie die Europäische Kommission zum
sofortigen Handeln aufgerufen. „Die von Washington verlangte Übermittlung
privater Angaben durch europäische Postunternehmen widerspricht ebenso
EU-Recht wie der von Brüssel im Mai gebilligte Transfer von
Flugpassagierdaten aus Europa an US-Stellen“, sagte der PDS-Politiker am
Montag in Berlin. Brie forderte die EU-Kommission auf, die Berichte zu
prüfen und den Datenschutz sicherzustellen. Zuvor hatte der
Bundesdatenschutzbeauftragte, Peter Schaar, über entsprechende Versuche
von US-Behörden berichtet.
Brie hatte bereits im Zusammenhang
mit dem Passagierdatentransfer von einem Verstoß gegen Sinn und Buchstaben
des Amsterdamer Vertrags gesprochen und Konsequenzen aus der Zustimmung
der EU-Kommission verlangt. Inzwischen sei der Schutz personenbezogener
Daten auch in der EU-Verfassung und der Grundrechtecharta fixiert: „Es
muss sich jetzt zeigen, ob sich die Kommission tatsächlich als 'Hüterin
der Verträge' oder als Erfüllungsgehilfe Washingtoner Vorgaben versteht.“
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