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Dr.
André Brie am 17. Mai 2004:
PDS-Europaabgeordneter ruft zu
Initiative im Bereich Hochschulen/Bildung auf:
Randregionen zielgerichtet
unterstützen
Für die Fortsetzung einer
zielgerichteten Unterstützung der Regionen an der bisherigen Ostgrenze
der Europäischen Union hat sich der Schweriner Europaabgeordnete André
Brie ausgesprochen. „Die großen Chancen, die die EU-Erweiterung bietet,
sind weder im Selbstlauf noch undifferenziert zu realisieren“, erklärte
der PDS-Politiker in einem Beitrag für die Denkwerkstatt der
Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag abend in
Rostock.
Insbesondere im östlichen
Vorpommern sei die Infrastruktur für die regionale Kooperation nach wie
vor unzureichend. „Bund, Land und Kommunen sowie die polnischen Behörden
müssen endlich Grenzübergänge für diese regionale Zusammenarbeit öffnen“,
forderte Brie. Daneben sollten kooperative Strukturen auch in anderen
Bereichen politisch und finanziell verstärkt gefördert werden. Als
Beispiele nannte der Abgeordnete im Bildungssektor u. a. deutsch-polnische
Kitas und verstärkten Sprachunterricht oder die Schaffung von
Unternehmens-Netzwerken auf dem Wirtschaftsgebiet. Zudem sollten
Wirtschaftsbereiche auf beiden Seiten der Grenze, die dem Wettbewerbsdruck
nicht standhalten könnten, Anpassungshilfen
erhalten. Eine Ausweitung des Niedriglohnsektors bzw. die weitere
Absenkung der Löhne müsse dagegen von der Politik verhindert werden.
Der Europaparlamentarier regte an,
in einer konzentrierten Anstrengung im Bereich Hochschule und Forschung
regional ausstrahlende, kooperationsfähige Strukturen aufzubauen. Als
Zentrum dafür brachte Brie
die Stadt Torgelow ins Gespräch. Obgleich sich das polnische Szczecin
„ohne Zweifel“ zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der
gesamten Region entwickeln werde, würde die Schweriner Regierung mit
einer solchen Initiative der Region wichtige Wachstumsimpulse geben.
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