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Dr.
André Brie am 22. April 2004
PDS-Politiker André Brie mahnt
konsequente Reformierung der EU-Agrarpolitik an
Bedeutung der Landwirtschaft in
Beitrittsstaaten berücksichtigen. Deutschland Nutznießer bei
Agrarbeihilfen
Angesichts der Einigung der
EU-Landwirtschaftsminister über Beihilfen für Produkte aus dem
Mittelmeerraum hat der PDS-Europapolitiker André Brie eine konsequente
Reform der gesamten europäischen Agrarpolitik angemahnt. Brie betonte am
Donnerstag in Straßburg, dass der Landwirtschaftshaushalt nach wie vor
die Hälfte des EU-Gesamtetats ausmache und letztlich vor allem dazu
diene, Agrarprodukte aus der Europäischen Union weltmarktfähig zu
machen. „Ein pauschales Vorgehen bei der Umgestaltung darf es aber nicht
geben“, fügte der Europaabgeordnete hinzu. Insbesondere müsse die
wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Agrarsektors in den osteuropäischen
Beitrittsstaaten berücksichtigt werden.
Der Parlamentarier verwies zudem
darauf, dass gerade Deutschland – trotz offiziell anders lautender
Bekundungen – zu den Nutznießern jener EU-Politkbereiche gehört, in
denen Veränderungen dringend notwendig sind. So habe die deutsche
Landwirtschaft im Zeitraum 2000 bis 2002 von den insgesamt etwa 125
Milliarden Euro im Agrarausgleichsfonds über 18 Milliarden erhalten. Nach
Frankreich (ca. 23 Prozent an den Gesamtausgaben) lag Deutschland mit
knapp 15 Prozent an zweiter Stelle und noch deutlich vor Spanien.
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