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Dr.
André Brie am 28.01.2002:
EU
muss politisches und diplomatisches Engagement im Nahen Osten verstärken
Der
PDS-Europaabgeordnete Dr. André Brie hat ein verstärktes politisches und
diplomatisches Engagement der Europäischen Union zur Verminderung der
Spannungen im Nahen Osten gefordert. „Die EU muss ihren politischen
Einfluss in der Region ebenso wie ihre historisch gewachsenen Beziehungen
zu den Konfliktparteien nutzen, um den Kreislauf von Okkupation,
Attentaten und Vergeltungsaktionen zu durchbrechen“, erklärte der
Abgeordnete im Vorfeld des EU-Außenministerrates, der sich am Montag auch
mit den israelisch-palästinensischen Auseinandersetzungen beschäftigen
wird. „Gerade angesichts des Stopps der US-Vermittlungsmission ist eine
aktive Rolle der EU zur Förderung einer Verhandlungslösung des Konflikts
dringend notwendig“, so Dr. André Brie.
Eine
von den EU-Außenministern geplante Demarche zur Zerstörung von
Infrastrukturprojekten, die in den Autonomiegebieten mit EU-Unterstützung
realisiert wurden, begrüßte Dr. Brie. Allerdings warnte er vor einer
einseitigen Parteinahme in dem Konflikt: „Damit würden nicht nur die
Spannungen weiter verschärft, sondern die EU faktisch in den Konflikt mit
einbezogen. Eine Funktion der Europäer als Moderatoren wäre dann kaum
noch möglich.“
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