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Europaabgeordneter Dr. André Brie zum 54.
Jahrestags der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte
„Menschenrechte durch US-Unilateralismus
gefährdet“
Anlässlich
der 54. Jahrestags der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte am 10. Dezember hat der Europaabgeordnete Dr. André Brie
auf die aktuelle Bedeutung des Dokuments verwiesen. „Mit dieser
Entschließung der UNO-Vollversammlung wurde der unmittelbare Zusammenhang
von Menschenrechten und Frieden, wie er auch in der Charta der Vereinten
Nationen enthalten ist, konkretisiert“, betonte der PDS-Politiker am
Montag in Berlin. „Die Tatsache, dass die Achtung der Menschenrechte die
Grundlage für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie bildet, hat ebenso
wenig ihre Gültigkeit verloren wie die Feststellung, dass
Menschenrechtsverletzungen zu Akten der Barbarei führen.“
Nach
Ansicht des Abgeordneten werde der mit der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte angenommene Grundkonsens heute durch den Unilateralismus
der USA und die Politik einiger ihrer Partner aufgegeben: „Das Vorgehen
in Afghanistan, die Definition von ‚Schurkenstaaten‘ nach eigenem Gutdünken
oder der Kriegskurs gegenüber Irak belegen, dass Menschenrechte für
Washington nur dann gelten, wenn damit eigene politische und
wirtschaftliche Ziele verwirklicht werden sollen. Menschenrechte aber sind
unteilbar und gelten universell – das galt 1948, und das gilt 2002.“
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