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Dr. André Brie am 14. April 2003
PDS-Europaabgeordneter André Brie:
USA bereiten neuen Krieg im Nahen Osten vor
„Bundesregierung darf nicht schweigen“
Der Europaabgeordnete André Brie
hat die Bundesregierung aufgefordert, sich sofort und nachdrücklich gegen
mögliche weitere Aggressionen der USA im Nahen Osten einzusetzen. „Die
Drohungen Bushs, Rumsfelds und Cheneys gegen Syrien folgen dem gleichen
Muster, mit dem der Angriff auf Irak vorbereitet wurde“, erklärte der
PDS-Politiker am Montag in Schwerin. „Die unbewiesene Existenz von
Massenvernichtungswaffen, auch aus dem Irak, wird dabei ebenso kolportiert
wie eine imaginäre Unterstützung des internationalen Terrorismus durch
Damaskus. Offensichtlich soll die von US-Außenminister Powell bereits
angekündigte ‚Umgestaltung des Nahen Ostens nach amerikanischen
Interessen‘ nun militärisch umgesetzt werden“, so Brie. „Wenn die
Friedensbekundungen der Bundesregierung ernst gemeint sind, darf Berlin zu
den neuerlichen Kriegsvorbereitungen der USA nicht schweigen.“
Erneut forderte der Parlamentarier
die EU auf, die Position Europas zu Washingtons Vorgehen in Nahost
deutlich zu vertreten. „Bei der Ablehnung einer Kriegsausdehnung gibt es
in Europa weit größere Übereinstimmung als beim Überfall auf Irak.“
Brie rief dazu auf, in den laufenden Beratungen der EU-Außenminister über
die Rolle Europas im Nachkriegsirak auch über die Stärkung der UNO und
ihrer Prinzipien, insbesondere des Aggressionsverbots, zu sprechen und
entsprechende Schritte vorzuschlagen.
„Angesichts der gefährlichen
Situation im Nahen Osten ist die breite Mobilisierung gegen den Krieg auch
weiterhin notwendig“, betonte der Abgeordnete weiter. „Der
Bush-Administration muss verdeutlicht werden, dass ihre Gewaltpolitik
weltweit auf Ablehnung stößt.“
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