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PDS-Europaabgeordneter ruft zu friedlicher und
dauerhafter Lösung des Konflikts um Irak auf
USA müssen Kriegsvorbereitungen gegen
Bagdad sofort stoppen
Angesichts
der Bereitschaft Iraks, UN-Waffeninspektionen wieder zuzulassen, müssten
die USA ihre Kriegsvorbereitungen gegen das Land sofort stoppen. Das
forderte der PDS-Europaabgeordnete Dr. André Brie am Dienstag in Berlin.
„Der Vorwand für die geplante Aggression ist mit dem Angebot Bagdads
entfallen“, erklärte Brie. Jedes weitere Säbelrasseln Washingtons könnte
die Chance zur Entspannung des Konflikts zunichte machen.
Ausdrücklich
begrüsste Brie das Einlenken Iraks in der Frage der Inspektionen.
„Allerdings muss sich Bagdad jetzt daran messen lassen, ob es tatsächlich
Kontrollen aller relevanten Objekte ohne Einschränkungen zulässt.“ Die
entsprechenden Resolutionen der UNO müssten konsequent eingehalten
werden.
Der
Abgeordnete warnte die USA davor, nun trotzdem weiter die Konfrontation
mit Irak zu suchen. Dafür sprächen jüngste Äußerungen von
US-Politikern, die ungeachtet der Erklärung aus Bagdad einen Militärschlag
androhten. „Niemand, außer Washington selbst, kann an einem militärischen
Abenteuer in der Golfregion interessiert sein.“ Ein Krieg würde nicht
nur die ohnehin spannungsgeladene Region weiter destabilisieren, sondern
zugleich das Verhältnis zur arabischen und islamischen Welt nachhaltig
belasten. Zudem berge ein Feldzug gegen Irak unkalkulierbare politische
und wirtschaftliche Folgen, hob Brie hervor.
Die
europäischen Staaten rief der Politiker auf, sich dafür stark zu machen,
dass der Konflikt um Irak dauerhaft und friedlich beigelegt wird.
„Gerade Europa mit seinen entwickelten Beziehungen in den arabischen
Raum verfügt über das Potenzial und die Kompetenz, eine Lösung des
Konflikts auf dem Verhandlungsweg zu forcieren.“
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