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Jüngste Trends bei Kfz-Preisen:
neue Mitgliedstaaten billiger
Der jüngste Bericht der EU-Kommission
über die Kfz-Preise – Stand 1. Mai 2004 – bestätigt den anhaltenden Trend
zur Preiskonvergenz im Euro-Währungsgebiet (Preise ohne Steuern). Dabei
weist Deutschland generell ein eher höheres und Finnland ein niedrigeres
Preisniveau auf. Erstmals wurden in dem Bericht auch die Preise in den
neuen Mitgliedstaaten berücksichtigt. Dort sind Kraftfahrzeuge im
Durchschnitt günstiger. Die niedrigsten Preise werden in Polen verlangt.
Kommissionsmitglied Monti zeigte sich
über den Umstand erfreut, dass „die Preise sich in den neuen
Mitgliedstaaten generell nicht so erheblich von denen in der ,alten’
EU-15 unterscheiden. Dies und die leichte Abwärtstendenz der Preise in
einigen besonders umsatzstarken alten Mitgliedstaaten deuten darauf hin,
dass im Automobilhandel mehr Wettbewerb einzieht.”
Preiskonvergenz im Euro-Währungsgebiet
Das Preisgefälle von einem Land des
Euro-Währungsgebiets zum anderen hat gegenüber den Zahlen in früheren
Berichten weiter abgenommen; im Durchschnitt beträgt es jetzt 4,4 %. Ein
Jahr zuvor hatte der durchschnittliche Preisabstand noch 4,9 % betragen.
In einigen Fällen bleiben die
Preisunterschiede zwischen dem billigsten und dem teuersten Mitgliedstaat
im Euro-Währungsgebiet jedoch erheblich. Bei 25 der im Bericht
untersuchten 90 Modelle treten weiterhin Preisunterschiede von über 20 %
auf. Im vergangenen Jahr war dies allerdings noch bei 31 von 91 Modellen
der Fall. Deutschland bleibt das teuerste Land, wohingegen die Preise in
Finnland am günstigsten sind und im Durchschnitt 10 % unter dem deutschen
Niveau liegen. Mit einem Kfz-Kauf im Ausland kann man folglich immer noch
viel Geld sparen.
Kontraste in
den neuen Mitgliedstaaten
In den neuen Mitgliedstaaten sind
Kraftfahrzeuge im Durchschnitt billiger als im Euro-Währungsgebiet.
Innerhalb der neuen Mitgliedstaaten treten höhere Preisunterschiede auf
als im Euro-Währungsgebiet. Insgesamt betrug das Preisgefälle zwischen dem
teuersten aller EU-Länder und dem billigsten bei 72 der 90 Modelle mehr
als 20 %. Am billigsten sind Kraftfahrzeuge in Polen, wo die Preise im
Schnitt noch 9 % unter dem finnischen Niveau liegen.
Der Kfz-Kauf in einem neuen Mitgliedstaat
ist jedoch nicht in allen Fällen günstiger als im Euro-Währungsgebiet.
Luxusfahrzeuge – Limousinen und Vielzweck-Geländewagen – sind in Polen
teurer als im Euro-Währungsgebiet (der Audi TTR z.B. ist in Polen teurer
als in jedem anderen EU-Land).
Im Allgemeinen weisen die Preise in den
neuen Mitgliedstaaten keine allzu großen Unterschiede im Verhältnis zu
denen in der EU-15 auf. In Ungarn, der Tschechischen Republik und der
Slowakischen Republik sind sie ähnlich hoch wie in den billigeren der
Euro-Länder.
Preise in
der EU stabil
Im Vergleich zum Mai 2003 nahmen die
Kfz-Preise im Euro-Währungsgebiet um 0,8 % zu. Die Inflationsrate betrug
im gleichen Zeitraum 2,4 %.
Unter Einschluss der neuen
Mitgliedstaaten stiegen die Kfz-Preise in der gesamten EU (EU-25) um 0,9 %
(allgemeine Preissteigerungsrate 2,4 %).
In Italien sanken die Preise sogar (-1,1
%), wohingegen sie im Vereinigten Königreich praktisch unverändert blieben
(+0,3 %) und in Deutschland und den Niederlanden leicht
überdurchschnittlich anstiegen (+1,7 %).
In den Mitgliedstaaten mit traditionell
niedrigen Preisen vor Steuern war im Durchschnitt keine nennenswerte
Zunahme der Endverbraucherpreise für Kraftfahrzeuge zu verzeichnen.
Während sie in Dänemark (moderat) anstiegen (+2,5 %), blieben sie in
Griechenland stabil. In Finnland konnte sogar ein Rückgang festgestellt
werden (-2,9 %). Unter den neuen Mitgliedstaaten wiesen Polen (+8,7 %) und
Lettland (+8,9 %) die stärksten Steigerungsraten auf, wohingegen Estland
(‑5,8 %), Litauen (-5,4 %) und die Tschechische Republik (-1,9 %)
Rückgänge verzeichnen konnten.
Eine Preiskonvergenz zulasten der
Verbraucher in Mitgliedstaaten mit hohen Steuern, in denen die Preise vor
Steuern am niedrigsten sind, findet daher nicht statt.
Die vorliegende Ausgabe des
Autopreisberichts enthält zum ersten Mal auch Preisangaben für die zehn
neuen Mitgliedstaaten[1].
Die Preisunterschiede wurden auf der Grundlage der empfohlenen
Verkaufspreise der Hersteller, die ab Mai 2004 gelten, berechnet. Der
sämtliche Preisangaben enthaltende Teil des Berichts enthält Angaben über
die Preise vor Steuern und inklusive Steuern. Es werden die Preise der 90
am meisten verkauften Automodelle verglichen.
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