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Dr.
André Brie am 08. August 2003:
Stabilität in
Afghanistan nicht militärisch zu erreichen. Scharfe Kritik an Grünen-Forderungen
- Erweitertes ISAF-Mandat untauglich
Der Europaabgeordnete
André Brie lehnt eine Ausweitung des ISAF-Mandats in Afghanistan strikt
ab. „Die Erhöhung der Truppenstärke der Internationalen Schutztruppe
und deren Aufgabenerweiterung wird den Kriegszustand in dem Land fest
schreiben, nicht aber zu mehr Stabilität führen“, betonte der
PDS-Politiker am Freitag in Berlin. Brie wandte sich zugleich scharf gegen
die Forderungen der Grünen-Politikerin Christa Nickels nach Einsatz militärischer
„Wiederaufbauteams“ in den Provinzen.
„Die Erfahrung zeigt,
dass sich gerade in jenen Regionen, in denen diese US-amerikanischen Teams
bislang eingesetzt sind, die gewaltsamen Zwischenfälle mehren“, sagte
der Abgeordnete, der im Juni selbst Afghanistan besucht hatte. „Viel
dringender ist, den Demokratisierungsprozess voran zu treiben und die
zivile internationale Hilfe schnell auf das zugesagte und notwendige
Niveau zu bringen.“ Daneben müssten Aufbau und Festigung
gesamtstaatlicher, nationaler Sicherheitsstrukturen unterstützt werden.
Einmal mehr würden von
den Grünen internationale Militäreinsätze außerhalb des UN-Rahmens
unterstützt, erklärte Brie zu dem Vorstoß Nickels. Der Parlamentarier
wies darauf hin, dass die „Wiederaufbauteams“ unter Führung des
US-Militärs stehen und nicht durch das ISAF-Mandat gedeckt seien.
„Damit wird ein weiterer Schritt unternommen, das UNO-System und das Völkerrecht
auzuhebeln.“
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