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Dr.
André Brie am 12. April 2003:
Zu neuen
US-Kriegsdrohungen erklärt der PDS-Europaabgeordnete André Brie:
Golfregion droht
militärischer Flächenbrand
„Offensichtlich ist
Washington dabei, im Nahen und Mittleren Osten einen militärischen
Flächenbrand zu legen. Wenn Politiker und Militärs der
Bush-Administration derzeit unverhohlen mit Angriffen auf Syrien und
andere Staaten drohen, die nach US-Ansicht den Terrorismus unterstützen,
wird damit bewusst die weitere Destabilisierung der gesamten Region in
Kauf genommen oder sogar angestrebt. Die Konsequenzen für die
internationale Sicherheit sind kaum abzusehen. Klar ist dagegen schon
heute, dass Völkerrecht und UN-Charta für die US-Regierung nur Makulatur
sind und der Kolonialismus in der US-Politik eine faktische Renaissance
erlebt.
Die jüngsten Drohungen
aus den USA belegen erneut, dass es bei dem Krieg gegen Irak keineswegs um
‚Demokratisierung‘, die Beseitigung von Massenvernichtungswaffen oder
die Bekämpfung des internationalen Terrorismus geht. Vielmehr ist eine
Neuordnung der Region nach US-Zuschnitt angestrebt. Die noch vor dem
Angriff auf Irak vom Weißen Haus verkündete Ansicht, ein Sieg über das
Regime in Bagdad werde entscheidend zur Befriedung der Golfregion
beitragen, erweist sich nun als das, was sie von Beginn an war: Als
Propagandainstrument zur Vorbereitung von Aggressionskriegen.“
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