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Dr. André Brie zu Nahost-Vorschlägen des
US-Präsidenten:
Kein Beitrag zum Stopp der Gewalt/
PDS-Abgeordneter
fordert verstärktes Engagement der EU
Der
PDS-Europaabgeordnete Dr. André Brie hat die Nahost-Vorschläge von US-Präsident
George W. Bush als unzureichend bewertet. „Die Initiative bleibt weit
hinter dem saudischen Friedensplan zurück“, erklärte der
Parlamentarier am Dienstag in Berlin. Statt halbherziger Ideen seien
konkrete Maßnahmen nötig, die sowohl die Rechte des palästinensischen
Volkes wie die Sicherheitsinteressen Israels berücksichtigen.
„Die
Vision eines palästinensischen ‚Übergangsstaates‘ kann ebenso wenig
dauerhaften Frieden garantieren wie lediglich ein Baustopp jüdischer
Siedlungen in den besetzten Gebieten“, betonte Brie. Zugleich
kritisierte der Abgeordnete den Versuch Washingtons, den Palästinensern
die künftige Entwicklung in den Autonomiegebieten und die Besetzung der
Behörden vorzuschreiben. Als positiv bezeichnete der Parlamentarier
dagegen die Forderung nach dem Rückzug der israelischer Truppen auf die
Positionen vor dem Sechstagekrieg von 1967.
„Angesichts
der offensichtlichen Unfähigkeit oder des Unwillens Washingtons, zu einer
wirklichen Konfliktlösung beizutragen, muss die EU ihr Engagement in der
Region verstärken“, hob Brie hervor. Dabei sollten die Europäer ihre
entwickelten Beziehungen zu beiden Seiten nutzen und ihr politisches
Gewicht in die Waagschale werfen. „Gerade jetzt ist es wichtig, ein
Gegengewicht zum US-Kurs zu schaffen und sich nicht abermals ins
Fahrwasser Washingtons zu begeben“, so der Abgeordnete.
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