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Dr.
André Brie am 06. Februar 2004:
Zur
„Kommunismus-Resolution“ des Kongresses der Europäischen Volkspartei
erklärt der PDS-Europaabgeordnete André Brie:
„Europas
Konservative lassen den Kalten Krieg wieder aufleben. Die
Auseinandersetzung mit Demokratiedefiziten im Staatssozialismus und mit
Menschenrechtsverletzungen, die im Namen des Kommunismus begangen wurden,
ist notwendig. Eine Gleichsetzung von Realsozialismus und Faschismus
jedoch, wie sie in der Resolution praktisch vollzogen wird, ist in keiner
Weise akzeptabel. Dies stellt eine bedrohliche Bagatellisierung der
geschichtlich einzigartigen Verbrechen des Faschismus dar.
Abgesehen
davon, dass die ultimative Forderung an die Beitrittsstaaten nach
Aufarbeitung 'kommunistischer Rechtsverletzungen' eine Einmischung in
innere Angelegenheiten darstellt; abgesehen davon, dass die angemahnte
'Durchleuchtung' von potenziellen Funktionsträgern aus Osteuropa ebenso
diskriminierend wie schikanierend ist; abgesehen davon, dass jegliche
Aufarbeitung der Vergangenheit in den Kandidatenländern ignoriert wird,
bekräftigt die Resolution vor allem, wer das Sagen im vergrößerten Haus
Europa haben soll. Die auch von Konservativen unterstützten Prinzipien
wie Gleichberechtigung, Demokratie und Fairness wurden dafür
offensichtlich in den Keller verfrachtet.“
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