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André
Brie: EU-Einwanderungspolitik verletzt Menschenrechte
Erklärung
zu Appell von Amnesty International
Der
PDS-Europaabgeordnete Dr. André Brie hat die Einwanderungspolitik der
Europäischen Union scharf kritisiert. Brie berichtete am Dienstag Abend
in Brüssel über einen Appell der Menschenrechtsorganisation, die Rechte
von Immigranten in der Gemeinschaft stärker zu respektieren. „Der
Ausbau Europas zu einer Festung widerspricht allen Erklärungen europäischer
Politiker zur Wahrung der Menschenrechte“, betonte der Abgeordnete.
„In der Realität werden aber nicht nur die Bestimmungen zur
Einwanderung, sondern auch die Asylregelungen weiter verschärft.“ Das
Brüsseler Büro von Amnesty International hatte am Dienstag die EU
eindringlich aufgefordert, verstärkt gegen die selbst von offizieller
Seite geschürte Fremdenfeindlichkeit vorzugehen und die hohen Standards
bei Asyl und Einwanderung zu erhalten.
Ausdrücklich
wandte sich Brie gegen die von Berlin und London geplante „Kontrolle und
Begrenzung der Zuwanderung“. „Dabei geht es nicht darum, der extremen
Rechten ein Themenfeld zu entreißen“, erklärte der Parlamentarier.
„Im Vorfeld der Wahlen in diesen beiden Ländern sollen offensichtlich
Stimmen am rechten Rand der Gesellschaft rekrutiert werden.“ Brie rief
alle demokratischen Kräfte auf, bei den Asyl- und Einwanderungsregelungen
gegen eine „Nivellierung nach unten“ aufzutreten. Der PDS-Abgeordnete
kündigte an, diese Fragen nochmals im Europäischen Parlament zur Sprache
zu bringen.
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