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Europaabgeordneter fordert Ende der Diskriminierung
ostdeutscher Werften
EU muss Maßnahmen zum Schutz des europäischen Schiffbaus
unternehmen
Der PDS-Europaabgeordnete Dr. André Brie hat die EU-Außenminister
aufgefordert, auf ihrer Tagung am Montag effiziente Maßnahmen zum Schutz
der europäischen Werftenindustrie zu beschließen. „Nach dem Scheitern
der Verhandlungen mit Südkorea ist die Wiederzulassung staatlicher
Beihilfen überfällig“, erklärte Brie am Sonntag in Berlin. Die
EU-Kommission hatte zuvor mitgeteilt, dass Seoul in den Gesprächen nicht
zur Aufgabe von Dumpingpraktiken im Schiffbau bewegt werden konnte.
In diesem Zusammenhang forderte der PDS-Parlamentarier
abermals, den ostdeutschen Werften faire Wettbewerbsbedingungen zu gewähren.
Zwar seien in jüngster Zeit wichtige Schritte in dieser Richtung erfolgt,
die Diskriminierung bleibe aber bestehen. Insbesondere das jüngste Urteil
des EG-Gerichts erster Instanz zugunsten der Rostocker Kvaerner-Werft
verlange nach Bries Überzeugung eine rasche und konsequente Veränderung
der Produktionsbeschränkungen für die ostdeutschen Werften. Der
EU-Ministerrat hatte Mitte der 90er Jahre für die vier Seewerften in
Mecklenburg-Vorpommern Modernisierungs-Beihilfen genehmigt, ihnen aber
zugleich Produktionsbeschränkungen auferlegt. „Es kann nicht um
Einzelentscheidungen gehen, die von den Werften auf dem Rechtsweg
durchgesetzt werden müssen“, so Brie. „Vielmehr ist eine sofortige Änderung
der EU-Politik im Schiffbau gegenüber den ostdeutschen Werften
notwendig.“
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