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Januar 2005: Dr. André
Brie zu irakischen Parlamentswahlen direkt vor Ort
Europaabgeordneter
erwirkte Sondergenehmigung
Der PDS-Politiker
André Brie wird den Verlauf der Wahlen im Irak vor Ort beobachten. Wie
der Europaabgeordnete am Donnerstagabend in Brüssel mitteilte, habe er
von den irakischen Behörden eine Sondergenehmigung erwirkt, um trotz
geschlossener Grenzen, in das Land einreisen zu können.
"Unter dem
derzeitigen Okkupationsregime und angesichts der dramatischen
Sicherheitslage ist die Durchführung der Wahlen eine falsche
Entscheidung", betonte Brie vor seiner Abreise. "Eine Abstimmung
in einem besetzten und faktisch kolonialisierten Land kann nicht als
demokratisch bezeichnet werden." Seine Reise verstehe er aber als
Ausdruck der Solidarität mit jenen Kräften im Irak, die eine
demokratische Entwicklung wollen und mit den Wahlen Hoffnungen auf
Demokratisierung und Unabhängigkeit verbinden. Der Abgeordnete bedauerte,
dass sich das Europäische Parlament und alle Fraktionsvorsitzenden unter
Verweis auf die Sicherheitslage gegen eine Wahlbeobachtung vor Ort
ausgesprochen haben: "Europäische Politik darf sich gerade im Fall
Irak nicht passiv verhalten, zumal der fortgesetzte Krieg der USA als
eigentliche Ursache der Gewalt klar auszumachen ist."
Brie stellte vor
seiner Abreise fest: "Scheindemokratie und die offensichtlich
geplante Installation einer US-hörigen Regierung werden den Irakern weder
den ersehnten Frieden noch Wiederaufbau und Entwicklung bringen."
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