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Europaabgeordneter
André Brie bestätigt Irak-Reise
Besuch
unter dem Motto „Kein Blut für Saddam und Bush“
Der
Europaabgeordnete Dr. André Brie wird vom 16. bis 20. Januar den Irak
besuchen. Das bestätigte der PDS-Politiker am Sonntag in Berlin. Der
Parlamentarier will sich mit der Reise einen authentischen Eindruck über
die politische, wirtschaftliche und soziale Situation sowie die Folgen der
Sanktionen in dem Land verschaffen. Brie ist der erste Vertreter des Europäischen
Parlamentes, der in der aktuellen Krisensituation Irak besucht.
Wie
der Abgeordnete mitteilte, sind während des Aufenthalts in Bagdad und
Basra unter anderem Begegnungen mit Wissenschaftlern der Universität in
der Hauptstadt sowie mit Vertretern von Einrichtungen vorgesehen, die von
den UN-Inspektoren kontrolliert wurden. Ob es zu einem Zusammentreffen mit
Teilnehmern der UN-Mission UNMOVIC kommt, werde derzeit noch geprüft. In
Gesprächen mit Repräsentanten internationaler Hilfsorganisationen will
sich Brie über deren Arbeitsbedingungen und die aus dem Embargo
erwachsenden Probleme informieren.
Brie
betonte, dass er die Politik des irakischen Staatschefs Saddam Hussein und
jene des US-Präsidenten George W. Bush gleichermaßen ablehne. „Meine
Reise könnte unter dem Motto ‚Kein Blut für Saddam und Bush‘ stehen,
erklärte der PDS-Politiker. Er verweigere sich jeder Vereinnahmung durch
das irakische Regime und wolle Menschenrechtsverletzungen durch Bagdad,
insbesondere gegenüber der kurdischen Bevölkerung, deutlich zum Ausdruck
bringen. „Dies ist jedoch kein Grund dafür, nicht kompromisslos gegen
einen drohenden Krieg der USA gegen Irak aufzutreten, der vor allem die
Zivilbevölkerung treffen würde. Ein solchen Krieg wäre mit dem ersten
Schuss und unter allen Umständen ein Verbrechen.“
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