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Dr. André Brie fordert
Ausbau der Infrastruktur in EU-Grenzregionen
Berlin und Warschau müssen
sich neben Brüssel finanziell engagieren
Einen
verstärkten Ausbau der Infrastruktur in den Regionen an der EU-Ostgrenze
hat der PDS-Euroopaabgeordnete Dr. André Brie gefordert. „Angesicht der
Ignoranz Brüssels und Berlins gegenüber den Problemen dieser Gebiete
drohen die Grenzregionen, zu den Verlierern der Osterweiterung zu
werden“, erklärte Brie am Donnerstag in Schwerin. Der Abgeordnete hatte
sich in den vergangenen Tagen über die Situation entlang der EU-Außengrenze
informiert.
Im
Vorfeld der Aufnahme osteuropäischer Staaten in die EU habe Brüssel den
Grenzregionen gerade einmal 127 Millionen Euro zur Verfügung gestellt,
kritisierte Brie. Bei der Süderweiterung der Gemeinschaft 1981/86 hätten
die Zuwendungen dagegen 500 Millionen Euro betragen – obgleich die
Entwicklungsunterschiede damals weit geringer gewesen seien als an der
heutigen EU-Grenze zu den osteuropäischen Staaten. Der Parlamentarier
verlangte neben erhöhten Zuwendungen aus europäischen Fonds auch ein
verstärktes finanzielles Engagement der deutschen und der polnischen
Regierung zur Entwicklung der Grenzregionen. Dazu gehörten insbesondere
der Ausbau der kleinteiligen Verkehrsinfrastruktur für regionale Kreisläufe,
die Sprachvermittlung, die Bildung von joint ventures sowie der Ausbau von
Kontakten über die Grenze.
Zudem
müssten administrative Hindernisse der grenzüberschreitenden Kooperation
beseitigt werden, mahnte der Abgeordnete. „Es kann nicht sein, dass die
Gießerei in Ueckermünde zwar gute Geschäftsbeziehungen ins Ruhrgebiet
und in die Niederlande hat, wegen der bürokratischen Hürden aber nicht
in das nur 30 Kilometer entfernte Szczecin, so Brie.
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