Antisemitismus-Bericht des
Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung veröffentlicht
Der
Europäische Jüdische Kongress (EJC) hat den umstrittenen und bislang
unter Verschluss gehaltenen Antisemitismus-Bericht des Berliner Zentrums für
Antisemitismusforschung veröffentlicht (siehe dazu auch nachfolgende
Pressemitteilung vom 06. Oktober 2003). Das von der EU-Beobachtungsstelle
für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) in Auftrag gegebene
Dokument
ist seit Dienstag unter anderem auf der Internet-Seite des Zentralrats der
jüdischen Organisationen in Frankreich zu finden.
Nach dem Bericht herrscht seit den Terroranschlägen vom 11. September
"eine
Atmosphäre des latenten Antisemitismus" in Europa. Im ersten
Halbjahr 2002
sei überall in Europa, aber vor allem in Ländern mit einer großen jüdischen
Gemeinde, eine deutliche Häufung von antisemitischen Akten registriert
worden. "Beobachtern zufolge", so heißt es im Bericht,
"fegt eine neue Welle
des Antisemitismus über Europa; viele sprechen von der schlimmsten
antisemitischen Welle seit 1945."
Der Bericht (auf Englisch) kann abgerufen werden unter folgender
Internetseite: (http://www.crif.org/index.php?menu=3D5&dossier=3D33&id_doss=3D2032)