Europäischer Karlspreis für die JugendDas
Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu
Aachen vergeben zum zweiten Mal den Jugend-Karlspreis für junge
Menschen zwischen 16 und 30 Jahren, die sich für eine bessere
europäische Verständigung einsetzten. Die Gewinner erhalten bis zu
5000€. Bewerben kann man sich noch bis zum 16. Januar 2009 über die
Website
http://cypadagio4.eu,
die Vertreter der besten Projekte werden dann am 19. Mai zur
Preisverleihung eingeladen.
Videowettbewerb für Schüleraustausche
Kreativ und international? Dann ganz schnell die Kamera rausholen und
in einem 3-minütigen Clip euer Projekt mit einer Partnerschule im
Ausland präsentieren. Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2008. Wenn
ihr mehr über das Projekt und die tollen Preise erfahren wollt, dann
findet ihr hier mehr Informationen:
http://www.pasch-net.de/uun/akt/vid/deindex.htm
Comicwettbewerb „Europäische Union und Staatsbürgerschaft"
Dieser Wettbewerb richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren, welche in
einem Comic von einer Seite Länge den Begriff „Staatsbürgerschaft in
der Europäischen Union" veranschaulichen sollen. Doch aufgepasst, denn
hierbei darf kein Text verwendet werden! Einsendeschluss ist der 27.
Februar 2009. Mehr Infos unter
http://www.eurocartoon.eu/index_de.htm
Gastfotografen für Website des Europäischen Parlaments gesucht!
Jeden Monat gibt es ein neues Thema, zu welchem (Hobby-)Fotografen mit
Wohnsitz in der EU ihre Fotos einreichen können. Das beste Foto wird
auf der Website des Europäischen Parlaments gemeinsam mit einem
Artikel zum Thema und zum Fotografen veröffentlicht. Außerdem wird
einer der Fotografen zu der ersten Plenarsitzung des Europaparlaments
nach der Europawahl im Juli 2009 fahren können. Das erste Bild zum
Thema „Gute Vorsätze für 2009" kann noch bis zum 14. Dezember 2008 an
guestphotographer@europarl.europa.eu
geschickt werden.
Mehr Infos unter
http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/037-42131-322-11-47-906-20081114STO42084-2008-17-11-2008/default_de.htm
Verkehrsrowdys im EU-Ausland werden in Zukunft
härter verfolgt.
Wer künftig ein Verkehrsdelikt in einem anderen
Mitgliedsstaat der Europäischen Union begeht, wird auf jeden Fall
damit rechnen müssen, dass sein Handeln grenzüberschreitend verfolgt
wird. Bislang kamen Verkehrssünder noch relativ gut davon, da es noch
keine enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden gibt. Ziel des Ganzen
ist es, durch Abschreckung langfristig die Verkehrstotenrate zu
halbieren. Über die genauen Richtlinien wird das Parlamentsplenum noch
abstimmen, die Stellungnahme des Ministerrates wird für Ende 2008
erwartet. Mehr dazu unter
http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/062-36466-350-12-51-910-20080904STO36279-2008-15-12-2008/default_de.htm
Mehrsprachigkeit in ihrer ganzen Vielfalt
erleben
Die EU-Kommission beschloss im vergangen
September, mehr für die Mehrsprachigkeit zu tun. So soll jeder
EU-Bürger mindestens zwei Fremdsprachen erlernen können. Schwerpunkte
liegen vor allem in der Förderung von Auslandsaufenthalten von
Studenten, Lehrlingen und Jungunternehmern. Außerdem sollen
sprachliche Aus- und Weiterbildungen besser gefördert werden. Das
Augenmerk liegt aber nicht nur auf der jungen Generation, sondern auch
Menschen im Berufsleben sollen von den EU-Hilfen profitieren. Link:
http://www.eu-info.de/dpa-europaticker/138528.html
Europa live erleben
Seit dem 17. September 2008 können sich
europainteressierte Bürger auf
www.europarltv.europa.eu live bzw.
zeitversetzt Sendungen über das Parlamentsgeschehen in mehr als
zwanzig Sprachen anschauen.
Bevölkerungsabnahme in EU wird vor allem durch
Immigranten verhindert
Wie das Statistische Amt der Europäischen Union
Eurostat am 23. September 2008 mitteilte, nahm die Bevölkerung in der
EU im letzten Jahr um 0,48% zu, womit die Einwohnerzahl um 2,39
Millionen auf 497,5 Millionen gestiegen ist. Dies hängt zu 80% mit
Migration zusammen und nur ein fünftel des Anstieges ist auf
"natürliche Veränderungen", d.h. dass die Geburtenrate höher als die
Todeszahl ist, zurückzuführen. Doch die Rolle der Immigranten bei der
Aufrechterhaltung der Bevölkerungsanzahl in der EU ist noch
bedeutender, als diese Zahlen es schon vermuten lassen. Denn wenn sich
die Immigranten einmal niedergelassen haben, so tragen sie maßgeblich
zur positiven "natürlichen Veränderung" bei, da sie im Durchschnitt
mehr Kinder haben als die gebürtigen Europäer.
http://euobserver.com/9/26799/?rk=1
Kinderbetreuung wird Ansprüchen junger Eltern
nicht gerecht
Vorwiegend Frauen sehen sich dazu gezwungen, auf
Grund von familiären bzw. häuslichen Verpflichtungen gar nicht oder
nur Teilzeit arbeiten zu können. Schuld daran sind vor allem der
Mangel an Plätzen in Kinderbetreuungseinrichtungen oder ihre zu hohen
Kosten. Dies hat wiederum Auswirkungen auf den immer noch
existierenden Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen, auf die
Karriere der Frauen und ihren Rentenanspruch. Um dies zu ändern und
die Erwerbstätigkeit von jungen Frauen zu fördern, traten vor sechs
Jahren Staats- und Regierungschefs der EU in Barcelona zusammen. Bis
2010 sollen mindesten 33% der Kinder unter drei Jahren und mindestens
90% der Kinder zwischen drei Jahren und dem Einschulalter mit
Betreuungsplätzen versorgt werden. Doch die vereinbarten Zielvorgaben
von 2002 werden höchstwahrscheinlich von den meisten Mitgliedsstaaten
nicht erfüllt werden können, wie ein Bericht der Kommission nun
aufdeckte. Was die untere Altersgruppe betrifft, so haben nur fünf
Mitgliedsstaaten die 33-Prozent-Marke überschritten, währenddessen
sich fünf weitere diesem Ziel nähern. Deutschland findet sich mit
unter 20% auf den hinteren Plätzen wieder. Doch die Zahlen beziehen
sich auf alle Kinder, egal wie viele Stunden sie eine
Betreuungseinrichtung besucht haben. Auch die Betreuung der Kinder
durch Familienmitglieder, Nachbarn oder nicht zertifizierte Babysitter
fließt nicht mit in die Statistik ein. So ist in vielen Ländern, wie
im Vereinigten Königreich oder den Niederlanden, Teilzeitbetreuung
durchaus verbreiteter als Ganztagsbetreuung. Was die Kinder zwischen
drei Jahren bis zur Einschulung betrifft, so sollte hier die
90-Prozent-Marke erreicht werden. Deutschland steht dabei an vierter
Stelle und hat somit das Ziel erreicht, wenn man Teilzeit- und
Ganztagsbetreuung zusammenrechnet. Mehr Information zu diesem Thema
erhalten Sie hier
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=89&newsId=404
Plakatwettbewerb zur
Europawahl
Genau ein Jahr vor der
Europawahl am 07. Juni 2009 hat die Aktion Europa eine
Erstwähler-Aktion gestartet. Bundesregierung, Europäisches Parlament
und EU-Kommission organisieren einen gemeinsamen Plakatwettbewerb
unter dem Motto "Schöner Wählen". Junge, kreative Erstwähler sind
aufgerufen, Plakate zur Europawahl zu gestalten. Für die besten
Entwürfe gibt es Preise. Die ausgezeichneten Plakate kommen dann bei
der Europawahl zum Einsatz. Mitmachen können alle ab 17 Jahren, die
sich in Gruppen von drei oder vier Personen zusammenschließen. Rund
3.5 Millionen junge Wähler werden in Deutschland im nächsten Jahr ihre
erste Wahlbenachrichtigung zur Europawahl erhalten. Vom 4. bis 7. Juni
2009 wählen 375 Millionen wahlberechtigte Europäerinnen und Europäer
aus 27 Mitgliedstaaten ihre Abgeordneten.
Weitere Informationen
zum Wettbewerb unter:
http://www.europa-plakatwettbewerb.de/index.php
Europa im Radio
Ab April 2008 gibt es einen neuen Radiosender
rund um Europa. Jeden Tag eine Stunde wird aus Brüssel gesendet:
tagesaktuelle Nachrichtenmagazine, Debatten, Interviews,
Magazin-Sendungen und Live-Übertragungen werden von Rundfunkanstalten
aus 13 Ländern Europas gemeinsam produziert und in zehn Sprachen
gesendet. Aus Deutschland beteiligt sich zum Beispiel die Deutsche
Welle.
Ab dem 1. Juli 2008 kommt noch eine Internetseite
dazu, um den interaktiven Charakter des Programms zu verstärken. Ziel
ist es, den Bürgern der 27 EU-Mitgliedsstaaten lebensnahe und gut
dokumentierte Sendungen über Fragen zu Europa zu bieten; und das in
ihrer jeweiligen Muttersprache: nach und nach soll in allen 23
Sprachen der EU gesendet werden. So sollen in der EU 12-19 Millionen
Zuhörer erreicht werden; weltweit bis zu 30 Millionen. Die
EU-Kommission unterstützt das europäische Radiokonsortium die nächsten
fünf Jahre mit 5,8 Millionen Euro pro Jahr.
In Deutschland kann man Euranet auf folgenden
Frequenzen empfangen: Berlin-Brandenburg: Berlin 106 MHz, Chemnitz
88,9 MHz, Dresden 91,1 MHz, Prina 96,4 MHz, Leipzig 98,2 MHz.
Demografiewettbewerb
Die Jugendpresse
Deutschland veranstaltet zusammen mit dem Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen Medienwettbewerb zum Thema
Demografischer Wandel. Noch bis zum 31. März 2008 können
Einzelpersonen und Gruppen kreative Texte, Fotos, Websites, Radio-
oder Videobeiträge unter
http://demografie.jugendpresse.de
einreichen. Zu Gewinnen gibt es Geldpreise bis zu 1000 Euro und eine
Wochenendreise nach Berlin zur Preisverleihung im Juni 2008.
Workshop für junge Medienmacher
in Rußland (24. bis 29. März)
"Das Fremde und ich:
Deine Welt mit meinen Augen." Zu diesem Thema veranstalten die
Jugendpresse Deutschland und YN Press Russia mit dem Goethe-Institut
Moskau einen deutsch-russischen Workshop vom 24. bis 29. März. Er ist
als Start-Up für die neue deutsch-russische Internetseite "totschka-treff.de"
gedacht und richtet sich an junge Medienmacher mit journalistischer
Erfahrung aus Deutschland, die sich für Rußland interessieren und Lust
darauf haben, sich zusammen mit russischen Jugendlichen mit der
eigenen Sichtweise auf Rußland und der fremden Sicht auf die eigenen
Heimat auseinanderzusetzen.
Bewerbung & Infos: <
m.buschina@jugendpresse.de >
Deutsch-französischer
Schreibwettbewerb
Deutsche und französische
Schülerzeitungsredakteure haben die Möglichkeit, ab dem 22. Januar
2008 am Wettbewerb "Wortwechsel" - Frankreich gleich vor der Haustür
teilzunehmen. Es soll ein Artikel über Spuren Frankreichs in
Deutschland geschrieben werden, die sich überall finden, zum Beispiel
in Kulturzentren, Auslandsfranzosen oder französischen Firmen.
Um einer der Reisen
nach Paris und Berlin oder ein professionelles Aufnahmegerät zu
gewinnen, muss man ihn bis zum 31. Mail 2008 einreichen.
Veranstalter sind das
Deutsch-Französische Jugendwerk und die Jugendpresse Deutschland.
Weitere Informationen:
www.wettbewerb-wortwechsel.org
European Young Journalist Award
Einen kürzlich veröffentlichten Artikel zum Thema EU-Erweiterung kann
man bis zum 15. März beim European Young Journalist Award einreichen.
Die Generaldirektion Erweiterung der Europäischen Kommission und die
European Youth Press rufen junge Journalisten aus ganz Europa dazu
auf, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Dies kann man in einer
der Amtssprachen der EU oder in den Sprachen der Kandidaten- und
Bewerberländern tun. Allen 35 Sieger winkt eine kostenlose Reise durch
Länder des westlichen Balkans und der Besuch einer Konferenz mit
Medienvertretern aus verschiedenen Ländern im Juni 2008.
Infos & Anmeldung:
www.EUjournalist-award.eu
Europäischer Notruf 112
Nach
Ansicht der Europäischen Kommission müssen die EU Staaten mehr dafür
tun, die Bekanntheit der europäischen Notrufnummer 112 zu steigern.
Laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage (http://ec.europa.eu/information_society/policy/ecomm/current/pan_european/index_en.htm)
wissen nur 22% der EU-Bürger, dass Rettungsdienste in der gesamten EU
unter der 112 erreicht werden können. Seit Inkrafttreten des
EU-Telekommunikationsrechts 2003 haben 26 der 27 Mitgliedstaaten die
Möglichkeit geschaffen, die Notrufnummer von Festnetz- und
Mobiltelefonen zu erreichen (außer Bulgarien).
Weiteres Vertragsverletzungsverfahren der
EU-Kommission gegen Deutschland wegen fehlerhafter Umsetzung des
Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
Am 31.01.2008 schickte die EU-Kommission Deutschland
eine förmliche Aufforderung, als erste Stufe des
Vertragsverletzungsverfahrens. Darin mahnt die EU-Kommission die
fehlerhafte Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
an. Dieses Gesetz erließ Deutschland am 18.08.2006 zur Umsetzung der
Antirassismus-Richtlinie 2000/43/EG, der Rahmen-Richtlinie
Beschäftigung 2000/78/EG und der Gleichbehandlungs-Richtlinie
2006/54/EG. Laut EU-Kommission ist das Gesetz in folgenden Punkten
nicht richtlinienkonform: es schließe Kündigungen aus, es biete nur
unzureichenden Schutz behinderter Menschen durch den Arbeitgeber und
zudem sei die Klagefrist von 2 Monaten zu kurz bemessen.
Deutschland hat nun zwei Monate Zeit, auf die
Aufforderung zu reagieren. Falls es dem nicht nachkommt, wird die
zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens eingeleitet: eine mit
Gründen versehene Stellungnahme der EU-Kommission, woraufhin
Deutschland wiederum zwei Monate Zeit hätte, für die Anpassung des
nationalen Rechts. Ansonsten wird die Angelegenheit in der dritten
Stufe des Verfahrens an den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg
weitergeleitet.
Neben der Aufforderung an Deutschland, leitete die
EU-Kommission die zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens gegen
elf weitere Mitgliedsstaaten ein.
Zudem verfasst die EU-Kommission derzeit einen Bericht
über die Durchführung der Gleichbehandlungsrichtlinie in den 27
Mitgliedsstaaten, die alle nationale Umsetzungsgesetze erlassen haben.
Darin möchte die EU, die seit dem Vertrag von Amsterdam von 1997 gegen
Diskriminierungen kämpft, ob die Richtlinie ausreichend und korrekt
umgesetzt wurde.
Förderprogramm Leonardo da Vinci für berufliche
Auslandspraktika vermittelt wichtige Fähigkeiten für das Berufsleben
und die persönliche Entwicklung
Das seit den 90er Jahren bestehende Förderprogramm
Leonardo da Vinci unterstützt Auslandsaufenthalte von Auszubildenden
und Fachkräften in der beruflichen Bildung. Es bildet damit eine
zweite Säule neben dem Erasmusprogramm zur Förderung von
Auslandsaufenthalten von Studierenden.
Der EU-Bildungskommissar Jan Figel strebt an, die Zahl
der 60.000 Praktika von 2007 bis zum Jahr 2013 auf 80.000 zu erhöhen.
Dabei stützt er sich auf eine Studie der deutschen
Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft WSF in Kerpten. Diese hatte im
Auftrag der EU-Kommission zwischen Dezember 2006 und April 2007 26.000
Online-Fragebögen an Teilnehmer des Leonardo-Programms verschickt, die
in den Jahren 2004 und 2005 in 28 Ländern waren.
Die Wirkungen der Leonardo-Mobilitätsmaßnahmen wurden
von den jungen Auszubildende und Arbeitnehmern als äußerst positiv
bewertet. Sie verhalfen 70 % der Teilnehmer zu mehr Selbstvertrauen,
73 % zu mehr Anpassungsfähigkeit und erhöhten bei 62 % der
Teilnehmenden die Bereitschaft zur Teamfähigkeit. Daneben verbesserten
66 % ihre Sprachkenntnisse, 65 % ihre Fähigkeit, sich mit unerwarteten
Situationen zurechtzufinden, 72 % konnten hinterher besser mit anderen
Menschen umgehen und 71 % sehen sich nun als flexibler gegenüber neuen
Herausforderungen an.
Diese erworbenen Qualifikationen schlugen sich direkt
in ihrem Arbeitsumfeld nieder. So erhielten 27 % der Arbeitnehmer
bessere Arbeitsplätze und 34 % mehr Verantwortung in ihrem Beruf. Von
den Auszubildenden konnten 37 % ihre Ausbildungsleistung verbessern
und 41 % nahmen sich vor, sich intensiver an der Ausbildung zu
beteiligen.
Die dazugewonnene Motivation und die positiven
Erfahrungen spiegeln sich auch im einzigen negativen Kritikpunkt
nieder: 48 % der Teilnehmenden beurteilten die Dauer der Praktika als
zu kurz.
Einziger Wehmutstropfen: die meisten Teilnehmer des
Leonardo-Programms entstammen dem Dienstleistungssektor. Das
produzierende Gewerbe und das Handwerk sind bisher wenig vertreten.
EU-Sprachdatenbank hilft bei
computergestützten Übersetzungen
Die EU-Kommission hat ihre Sprachdatenbank frei
zugänglich gemacht. Die Sammlung von über einer Million Sätze und
deren hochwertiger Übersetzung in 22 der 23 EU-Amtssprachen (nur
Irisch fehlt noch) ist bei Entwicklern maschineller
Übersetzungssysteme sehr begehrt. Deren automatische
Übersetzungsprogramme "lernen" von Humanübersetzungen, wie Wörter und
Sätze im Zusammenhang richtig zu übersetzen sind. Auch bei der
Entwicklung anderer Sprachsoftware könnten diese Daten hilfreich sein.
Die EU-Institutionen verfügen nach eigenen Angaben über weit mehr
mehrsprachige Texte als jede andere Organisation, weil die
EU-Vorschriften in allen 23 Amtssprachen vorliegen müssen. Ihre
Übersetzungsdienste arbeiten mit 253 möglichen Sprachkombinationen,
dabei entstehen jährlich etwa 1.5 Millionen Übersetzungsseiten.
Während sich Übersetzungen englischer und französischer Texte im
Internet häufig leicht finden ließen, sind Übersetzungen aus Sprachen
wie Lettisch oder Rumänisch selten und für die Kombination zweier
seltener Sprachen praktisch unauffindbar.
Weitere Info's dazu unter:
http://langtech.jrc.it/DGT-TM.html
Online-Hilfe zur
Vorbereitung von Anträgen im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms
Die Informelle Gruppe der Forschungs- und
Technologiebüros in Brüssel hat auf ihrer Internetseite einen
Budget-Kalkulator und einen Online-Test für Kleine und mittlere
Unternehmen veröffentlicht, um Teilnehmern im Siebenten Rahmenprogramm
(RP7) bei der Antragstellung zu unterstützen. Das FP7 bündelt alle
forschungsverwandten EU-Initiativen, die eine zentrale Rolle im
Streben nach Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen
spielen.
Budgetkalkulator unter:
www.iglortd.org/research/proposal.html. - Informationen zum FP7
unter:http://cordis.europa.eu/fp7/understand_de.html
Was geschieht mit
meinem Geld - Neue Website zum Haushalt der Europäischen Union
Die Europäische Union startet eine Internetseite
zum Thema EU-Haushalt. Interessierte Bürger finden hier unter anderem
Informationen zum Umfang und zur Verwendung des EU-Haushaltes. Zudem
werden Fragen nach der Herkunft des Geldes, der Überwachung und dem
Vollzug des Haushaltes beantwortet. Zur Website:
http://ec.europa.eu/budget/faq/faq_eu_budg_de.htm
Freier Zugang zu
Reparaturinformationen von Kfz-Herstellern
Die Europäische Kommission hat entschieden, dass
Kfz-Hersteller künftig allen unabhängigen Werkstätten in der EU
technische Informationen für Fahrzeugreparaturen zur Verfügung stellen
müssen. Die Entscheidung der Europäischen Kommission stärkt
unabhängige Betriebe und kommt damit indirekt auch den Verbrauchern zu
gute. Es wird erwartet, dass der größere Wettbewerb zwischen den
Reparaturbetrieben zu geringeren Arbeitskosten und zu günstigeren
Ersatzteilpreisen führt. In Deutschland liegen die Preise der
Vertragswerkstätten zurzeit noch um 16 Prozent höher, als jene von
unabhängigen Reparaturbetrieben.
Weitere Informationen erhalten sie hier:
http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/07/1332&format=HTML&aged
=0&language=DE&guiLanguage=en
Weltfrauentag: Zahlen und
Fakten betreffend die EU
Die
Stellung der Frauen in der Europäischen Union hat sich laut einem
Bericht der EU-Kommission anlässlich des Weltfrauentages zwar im
akademischen Bereich und im Bereich der Berufstätigkeit über die
Jahre hinweg verbessert, dennoch sind die Unterschiede zwischen den
Geschlechtern auf diesen Gebieten noch immer erheblich.
Während
Frauen in der Schule und im Studium noch die besseren Ergebnisse
erzielen, verringert sich ihre Anzahl ab der Promotion deutlich: nur
noch 43 Prozent erhalten den Doktortitel und nur 15 Prozent
habilitieren.
Auch im
Berufsleben bleibt der Abstand zwischen Frauen und Männern bestehen.
Obgleich die Anzahl der berufstätigen Frauen von 2000 bis 2006 um 2,7
Prozent stieg, verdienen sie noch immer bei gleichen Qualifikationen
durchschnittlich 15 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
Diese Kluft
zieht sich weiter bis in die höheren Ebenen der Hierarchien von
Unternehmen und Politik. In Unternehmen sind nur 32 Prozent der
Manager weiblich und der Frauendurchschnitt in den europäischen
Parlamenten lag in 2006 bei nur 24 Prozent.
Die gesamte
Studie kann eingesehen werden unter:
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/en/com/2007/com2007_0049en01.pdf
Neue Website für regionale Ausschreibungen
Das Euro Info Centre-Netzwerk hat mit
Unterstützung der EU ein neues Webportal
namens "ETIS" ("Europan Tender Information
System") zur Recherche nach regionalen
Ausschreibungen eingerichtet.
Eurobarometer Spezial: Diskriminierung in der
EU
*.pdf-Datei
Neues Portal für europapolitische
Kommunikation in Deutschland
Das Portal „aktion-europa“
soll Erfahrungen vieler europapolitischer
Akteure zusammenführen und für die zukünftige europapolitische
Kommunikation nutzbar machen. Dieser Service des Auswärtigen
Amtes wird ab dem 1. Januar 2007 im Internet freigeschaltet. Die
Portalseite findet sich unter:
http://www.aktion-europa.de
Grünbuch
Das
arbeitgebergefreundlichte Grünbuch zur Flexicurity ist von der
Kommission beschlossen worden und nun auch auf Deutsch verfügbar.
Flüchtlinge und Migranten sterben an Europas Grenzen
Laut
einer Pressemitteilung von Fortress Europe (http://fortresseurope.blogspot.com)
starben seit 1988 insgesamt 5486 Personen bei dem Versuch, die
Außengrenzen der Europäischen Union zu überwinden. 1765 von ihnen gelten
immer noch als verschollen.
Nach
Recherchen von Fortress Europe gab es die größte Anzahl von Toten im
Mittelmeerraum, wo Flüchtlinge und Migranten versuchten mit Booten an
das europäische Festland zu gelangen: im Kanal von Sizilien zwischen
Libyen, Tunesien, Malta und Italien, in der Adria zwischen Albanien,
Montenegro und Italien, in der Ägäis zwischen der Türkei und
Griechenland und im Kanal von Gibraltar zwischen Marokko und Spanien
kamen bei Ihrer Flucht nach Europa bis heute 4168 Menschen durch
Ertrinken, Verhungern oder Verdursten ums Leben, von denen 1682 bis
heute noch als verschollen gelten.
Während es sich bei den Personen, die heimlich über das westliche
Mittelmeer fliehen zur einen Hälfte um Menschen aus den mediterranen
Ländern, zur anderen aus den Ländern südlich der Sahara handelt, sind
die Migranten, die versuchen das östliche Mittelmeer zu überqueren zum
großen Teil Kurden aus der Türkei, aus dem Irak und aus Afghanistan.
Doch
nicht nur in Flüchtlingsbooten, auch versteckt in Lastwägen und
Schiffscontainern starben, laut Fortress Europe, 367 Menschen auf dem
Weg in die europäischen Häfen. Zusätzlich kommen auch an den
süd-östlichen Grenzen Europas jedes Jahr Menschen bei dem Versuch ums
Leben, die Grenzen zwischen Griechenland und der Türkei, Kroatien und
Bosnien, der Slowakei und Österreich und Slowenien und Italien zu
überqueren. Die Anzahl derjenigen, die seit 1988 in dieser Region
ertranken, vom Militär erschossen wurden oder erfroren sind, wird auf an
die 1000 geschätzt.
Einen
besonderen Problembereich stellt auch Libyen als Einwanderungs- und
Transitland dar: Während im Jahr 2000 bei rassistischen Ausschreitungen
in er nordwestlichen Stadt Zawiyah 560 Immigranten, meist aus
Afrikaner aus der Sub- Sahara-Region, ums Leben
kamen, verdursteten in den letzten Jahren auch 145 Menschen die auf
Ihrem Weg durch die Sahara von Sudan oder West- Afrika Richtung Libyen
und dem Tor zum Mittelmeer unterwegs waren.
Doch nicht nur Fortress Europe,
auch andere Organisationen haben Schätzungen über das Sterben an den
europäischen Außengrenzen abgegeben, die jedoch noch erheblich höher
liegen. In einer Studie der "Global Commission on International
Migration" wird allein die Zahl der in der Meerenge von Gibraltar
umgekommenen Migranten zwischen 1997 und 2000 auf 3.000 geschätzt,
während die marokkanische Assoziation AFVIC berichtet, dass zwischen
1997 und 2001 allein beiderseits in der Meerenge zwischen Marokko und
Spanien 3.286 Leichen angeschwemmt worden sind. (Helut Dietrich:
Das Mittelmeer als neuer Raum der Abschreckung,
Flüchtlinge und MigrantInnen an der südlichen EU-Außengrenze).
Betrachtet man diese Schätzungen
und summiert sie für die verschiedenen Zeitspannen und Grenzbereiche,
stellt sich die Situation durchaus schlimmer da, als von Fortress Europe
ermittelt
Eine
schriftliche Anfrage an den Rat, die schon im April 2000 von Dr. André
Brie gestellt wurde und nähere Auskünfte über die genaue Anzahl von
Toten bzw. Verletzten an den Außengrenzen der Europäischen Union in den
Jahren 1997-1999 erbringen sollte, wurde vom Rat lapidar mit dem Verweis
auf die Nichtverfügbarkeit statistischer Daten beschieden.
2006
- Das Europäische Jahr der Mobilität von Arbeitnehmern
"Wir
befinden uns auch in der paradoxen Lage, dass die Arbeit mobiler
geworden ist, nicht aber die Arbeitskräfte. Die Globalisierung verändert
die Arbeitsumgebung und zwingt die Arbeitnehmer, flexibler und
anpassungsfähiger zu werden. Der gegenwärtige Mangel an einer echten
"Mobilitätskultur" erweist sich daher als wirkliches Hindernis." *
Auf
diese Weise beschreibt EU-Beschäftigungskommissar Vladimir Spidla die
gegenwärtige Lage auf dem europäischen Arbeitsmarkt.
Die
durchschnittliche Arbeitslosenquote in der Europäischen Union liegt bei
9%, bei der Bevölkerungsgruppe der unter 25-Jährigen sogar bei über 18%.
Sowohl Engpässe und der Mangel an Fachkräften als auch Arbeitslosigkeit
gehören zu den Problemen Europas.
Spidla
wies in einem Interview darauf hin, dass mehr "Mobile Arbeitskräfte",
die sich durch Flexibilität und Anpassungsfähigkeit auszeichnen, zur
Steigerung der Arbeitnehmerzahlen nötig sind.
Im
Rahmen des Europäischen Jahres sollen an Berufsausübung im Ausland
interessierte EU-Bürger über ihre dies betreffenden Rechte und Chancen
informiert werden. Vielfältige Aktivitäten und Veranstaltungen auf
verschiedenen politischen Ebenen werden hierzu angeboten.
Das
Mobilitätsportals EURES bietet Interessierten durch Internetauftritt und
Berater die Möglichkeit, sich über offene Stellen in 28 Ländern Europas
zu erkundigen.
Schon
die Tatsache, dass der Anteil "Mobiler Arbeitskräfte" in Europa mit
gerade mal 2% noch immer auf dem gleichen Niveau wie in den 70er Jahren
liegt, zeigt die Notwendigkeit solcher Einrichtungen auf.
Der
Pendelverkehr zwischen den Mitgliedsstaaten nimmt zwar stetig zu, aber
die relativ niedrige Gesamtzahl wird dadurch kaum gesteigert.
Unterschiede in Arbeitsmarkt, Qualifikationsfragen und die geforderten
Sprachkenntnisse in den verschiedenen EU-Staaten werden von vielen
Menschen als große Hindernisse angesehen. Trotzdem ist Interesse seitens
der Bevölkerung vorhanden, im Rahmen einer europaweiten Befragung der
Kommission wurde festgestellt, dass die EU-Bürger Mobilität als Mittel
zur Verbesserung ihrer Karriereaussichten ansehen. Die Studie ergab
weiterhin, dass mit 59% die Chance, innerhalb eines Jahres eine Stelle
in heimatfernen Gebieten zu finden beträchtlich höher ist als die der
Personen, die in ihrer Heimatregion verblieben, hier Lagen die
Erfolgsaussichten lediglich bei 35%.
Weitere Informationen zum Thema:
Europäisches Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer:
http://europa.eu.int/comm/employment_social/workersmobility2006/index_de.htm
EURES -
das europäische Portal zur beruflichen Mobilität / Job-Search Website:
http://europe.eu.int/eures/home.jsp?lang=de
Das
Portal "Europa für Sie" ist ein Online-Dienst von EU und nationalen
Behörden und bietet Zugang zu ausführlichen Informationen über Rechte
und Möglichkeiten in der Europäischen Union:
http://europa.eu.int/youreurope/index_de.html
*
Interview Vladimir Spidla, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und
Chancengleichheit (http://europa.eu.int/comm/employment_social/workersmobility2006/index_de.htm)
Europäische Bildungsvorgabe: Ziele zur Halbzeit noch in weiter Ferne
Der von
der Europäischen Kommission im Mai 2006 vorgelegte Bericht über
Fortschritte zur Erreichung der europäischen Zielmarken im
Bildungsbereich weist kaum eine positive Gesamtentwicklung bei der
Erreichung von gemeinsamen europäischen Bildungszielen, wie der Senkung
der Schulabbrecherquote und ein verbessertes Bildungsniveau der
EU-Bevölkerung, auf.
In
ihrem Bericht fast die Generaldirektion Bildung und Kultur die aktuellen
Daten und Statistiken zum Stand der bildungspolitischen Ziele der EU
zusammen, die in 2001 festgelegt wurden. Dabei geht sie hauptsächlich
auf den Umsetzungsstand hinsichtlich der 2001 von den
EU-Bildungsministern festgelegten europäischen Zielmarken, "Bildungsbenchmarks",
ein. Die Bildungsbenchmarks sehen eine Steigerung der
Hochschulabsolventen in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften
und Technik, eine größere Beteiligung am lebenslangen Lernen, eine
Verringerung der Schulabbrecherquote und einen höheren Anteil junger
Menschen mit dem Abschluss der Sekundarstufe II sowie die Verringerung
der Zahl 15-Jährigter mit geringer Lesefähigkeit vor.
Was das
Thema "Schulabbruch" angeht, so waren in der EU in 2005 laut Bericht
sechs Millionen junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren ohne
Abschluss von der Schule gegangen. Das für 2010 avisierte Ziel, die
Schulabbrecherquote auf 10% zu senken bedeutet eine Reduzierung der Zahl
um 2 Millionen. Die europaweite Quote lag in 2005 bei 14,9%; in
Deutschland bei ca. 12,1%.
Um den
Prozentsatz von 15jährigen Schülern mit Leseschwäche bis 2010 auf 15,5%
zu verringern, müssten jährlich 200.000 Schüler ihre Lesefähigkeit
verbessern. Der EU-Durchschnitt betrug in 2004 ca. 19,8%, wobei
Deutschland mit 22,3% bei diesem Benchmark zu den Schlusslichtern in
Europa gehört.
Der
Bericht weist darauf hin, dass in den nächsten zehn Jahren in der EU
mindestens eine Million neue Lehrkräfte eingestellt werden müssten, um
das altersbedingte Ausscheiden vieler Lehrer zu ersetzen.
Europäischer Globalisierungsfonds vorgeschlagen
Die Europäische
Kommission hat am 1. März 2006 einen Vorschlag (http://europa.eu.int/comm/employment_social/news/2006/mar/com06091_final_de.pdf)
für die Einrichtung eines Europäischer Fonds für die Anpassung an die
Globalisierung (EGF) veröffentlicht.
Aus dem Fonds
sollen Arbeitnehmer unterstützt werden, die aufgrund weit reichender
Strukturveränderungen im Welthandelsgefüge (Globalisierung) arbeitslos
geworden sind und die Entlassungen von Arbeitnehmern eine beträchtliche
negative Auswirkung auf die regionale oder lokale Wirtschaftsentwicklung
haben.
Die Mittel stehen
zur Verfügung, wenn strukturelle Veränderungen zu einer schwerwiegenden
Störung des Wirtschaftsgeschehens führen.
Unter strukturellen
Veränderungen versteht die Kommission u.a.
- einen massiven
Anstieg der Importe in die EU;
-
einen allmählichen Rückgang des
Marktanteils der EU in einem bestimmten Sektor;
- Standortverlagerungen
in Drittländer.
Unter einer
schwerwiegenden Störung versteht die Kommission
- mindestens 1.000
Entlassungen in einem Unternehmen - hinzu gezählt werden auch arbeitslos
gewordene Beschäftigte bei Zulieferern oder nach geschalteten
Herstellern - in einer Region, in der die Arbeitslosigkeit über dem
Durchschnittswert in der EU oder dem betreffenden Mitgliedstaat liegt,
oder
-
mindestens 1.000 Entlassungen innerhalb
eines Zeitraums von sechs Monaten in einem oder mehreren Unternehmen in
einem Sektor.
Die Förderung soll
aus folgenden Maßnahmen bestehen:
aktive
arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, z.B. Unterstützung bei der
Arbeitsuche, Berufsberatung, auf die Person zugeschnittene Ausbildungs-
und Weiterbildungsmaßnahmen, einschließlich von Maßnahmen für
IKT-Qualifikationen, Hilfe bei „Outplacement“ und Förderung des
Unternehmertums oder Beihilfen zur Unternehmensgründung;
spezielle zeitlich
begrenzte Einkommensbeihilfen für Beschäftigte, z.B. Beihilfen für die
Arbeitsuche, Mobilitätsbeihilfen, Lohnzuschüsse für Personen, die an
Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen und vorübergehende Lohnzulagen für
Arbeitnehmer im Alter von mindestens 50 Jahren, die bereit sind, gegen
ein niedrigeres Entgelt wieder in den Arbeitsmarkt einzutreten.
Insgesamt sollen
jährlich bis zu 500 Mio. EUR aus Gemeinschaftsmitteln zur Verfügung
gestellt werden.
Dem Vorschlag der
Kommission muss noch das Europäische Parlament und der Rat zustimmen.
eGovernment in der EU-25: Deutschland unter
dem Durchschnitt
Eurostat, das Statistische
Amt der Europäischen Gemeinschaften, hat am 27. Oktober 2005 eine Studie
(http://epp.eurostat.cec.eu.int/cache/ITY_OFFPUB/KS-NP-05-035/DE/KS-NP-05-035-DE.PDF)
über elektronische Behördendienste in Europa vorgestellt.
Die Untersuchung über den
Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bei
Kontakten mit Behörden in der EU-25, Bulgarien, Rumänien, der Türkei,
Island und Norwegen hat für 2004 ergeben, dass 46% der Einzelpersonen im
Alter zwischen 16 und 74 Jahren und 51% der Unternehmen mit
Internetzugang Informationen von Behörden-Webseiten abgerufen haben.
In Deutschland gehören die
Einzelpersonen, die in der EU-25 das Internet zur Abfrage von
Behördeninformationen genutzt haben, mit 51% zu den Spitzenreitern,
liegen jedoch beim Herunterladen von Formularen mit 22% nur knapp über
und beim Zurückschicken ausgefüllter Formulare mit 11% knapp unter dem
EU-25-Durchschnitt. Die Unternehmen mit Internetzugang liegen in allen
drei Kategorien unter dem Durchschnitt und erreichten bei der
Verschickung ausgefüllter Formulare sogar nur 18% (EU-25-Durchschnitt
32%).
Der Bericht enthält außerdem
eine Analyse der Verfügbarkeit von Online-Diensten der Behörden, nach
der Großbritannien, Österreich und Schweden bei
eGovernment-Dienstleistungen für Bürger und Dänemark und Estland bei den
elektronischen Dienstleistungen für Unternehmen das höchste
Entwicklungsniveau erreicht haben.
Auslandsroaming: Neue Webseite für mehr
Transparenz
Die Europäische
Kommission bietet seit dem 4. Oktober 2005 auf einer neuen Webseite (http://europa.eu.int/information_society/activities/roaming/index_en.htm)
Informationen zu den Handynutzungstarifen im Ausland an.
Auf der Webseite
werden die Auslandstarife sämtlicher Betreiber aus den 25
EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht. Das Angebot enthält für zahlreiche
Orte Tarifbeispiele, direkte Links zu Auslandstarifen aller
EU-Mobilfunkanbieter und Ansprechpartner in Beschwerdefällen. Die
Informationen werden alle sechs Monate aktualisiert.
Hintergrund sind
die beim so genannten Auslandsroaming entstehenden unübersichtlichen
Kosten für den Verbraucher. Als Auslandsroaming oder „Internationale
Erreichbarkeit“ wird die Umleitung eines im Ausland entgegengenommenen
Anrufes auf den heimischen Mobilfunkanbieter bezeichnet. Dadurch können
Handykunden im Ausland dieselbe Rufnummer wie zu Hause nutzen. Damit
dieses System funktioniert, müssen die Netzbetreiber einzelne
Roaming-Verträge untereinander abschließen. Die Preise, die für Anrufe
aus dem Ausland nach Hause verlangt werden, variieren dabei für den
Nutzer in der EU zwischen 58 Cent und 5,01 Euro pro Minute.
Mit der bereits im
Juli von der für Informationsgesellschaft und Medien zuständigen
Kommissarin Viviane Reding angekündigten Aktion sollen sich Verbraucher
nun einen besseren Überblick über die Vielzahl der Tarife verschaffen
können. Gleichzeitig soll die erhöhte Transparenz zu mehr Wettbewerb und
einer gerechteren und klareren Preisgestaltung bei den Anbietern führen.
Startschuss von „Plan D für Demokratie, Dialog und Diskussion“
Die Europäische
Kommission hat am 13. Oktober 2005 ihren "Plan D" (http://www.europa.eu.int/comm/commission_barroso/wallstrom/
pdf/communication_planD_de.pdf) lanciert, mit dem in den kommenden
Monaten eine umfassende Debatte über die Zukunft Europas angestoßen
werden soll.
Nach dem negativen
Ausgang der Referenden zum Verfassungsvertrag in Frankreich und den
Niederlanden riefen die Staats- und Regierungschefs zu einer „Zeit der
Reflexion“ auf und kündigten an, in ihren Ländern eine breit angelegte
Debatte über die Zukunft Europas herbeizuführen. Die Kommission will die
Mitgliedstaaten bei diesem Prozess unterstützen. „Plan D“ versteht sich
nicht als Rettungsmaßnahme für den Verfassungsvertrag, sondern liefert
Impulse für eine umfassende Diskussion zwischen den demokratischen
Organen der EU und ihren Bürgern.
Thematische
Schwerpunkte sind insbesondere, wie Europa mit Fragen um Arbeitsplätze,
Wirtschaft, Verkehr, Terrorismusbekämpfung, Umweltschutz, Erdölpreise,
Naturkatastrophen oder der Bekämpfung der Armut in Afrika und der
übrigen Welt umgeht. Mit Hilfe der Ergebnisse dieser Diskussionen
könnten die EU-Organe, insbesondere die Kommission, ihre Prioritäten
besser festlegen.
Im April 2006 will
die Kommission eine erste Bestandsaufnahme über den Verlauf der
nationalen Debatten vornehmen. Am 9. Mai 2006 ist eine europäische
Konferenz zur Zukunft Europas geplant, auf der erste wichtige Schlüsse
aus den Debatten gezogen werden sollen. Eine Zusammenfassung der
Ergebnisse der nationalen Debatten wird dem Europäischen Rat unter
österreichischer Ratspräsidentschaft im Juni 2006 vorgelegt werden.
Am Ende dieses
Prozesses soll ein konkreter Fahrplan für die Zukunft Europas stehen.
Klares Ziel ist die Herstellung eines neuen politischen Konsenses über
das richtige Vorgehen zur Vorbereitung Europas auf die Herausforderungen
des 21. Jahrhunderts.
Auf europäischer
Ebene schlägt die Kommission dreizehn Initiativen vor, mit denen eine
breit angelegte öffentliche Debatte angestoßen, die Beteiligung der
Bürger gefördert und ein echter Dialog auf europäischer Ebene
herbeigeführt werden soll. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören ein
umfangreiches Besuchsprogramm der Kommissionsmitglieder in den
Mitgliedstaaten, die Unterstützung von europäischen Bürgerprojekten, die
Förderung der Transparenz von Ratssitzungen, eine stärkere Präsenz der
Kommissionsmitglieder in den nationalen Parlamenten, die Einrichtung
eines Netzwerks von „europäischen Goodwill-Botschaftern“, die der
europäischen Debatte mehr Profil verleihen sollen, und die Förderung von
Vorhaben, mit denen die Wahlbeteiligung erhöht werden soll.
Die EU wird noch multilingualer
A bheil Ghàidhlig? Sprechen Sie
Gälisch? Ab dem Jahr 2007 wird das irische Gälisch die 21. Amtssprache
der Europäischen Union. Dies beschloss der Rat für allgemeine
Angelegenheiten einstimmig. Bislang war Irisch lediglich
Vertragssprache, d.h. nur die EU-Verträge gab es in einer
rechtsverbindlichen irischen Fassung. Andere Rechtsakte oder Dokumente
wurden nicht übersetzt. Es gab demnach auch keine Dolmetscher für
Gälisch. Übersetzer und Dolmetscher für Gälisch zu finden, dürfte eine
der größten Herausforderungen nach dieser Entscheidung sein.
Auch die vier regionalen Sprachen
in Spanien (Katalanisch, Valencianisch, Baskisch und Galizisch) erhalten
einen Sonderstatus, sie haben nun den Rang einer EU-Vertragssprache. Die
durch die Anerkennung als Vertragssprache anfallenden Übersetzungskosten
in Höhe von jährlich etwa 1,5 Millionen Euro übernimmt die spanische
Regierung.
Damit können sich die Spanier ab
2007 in diesen regionalen Sprachen an die EU-Institutionen wenden. Die
Übersetzungen von Rechtsakten soll der spanische Staat übernehmen,
rechtsverbindlichen Charakter haben diese Dokumente dadurch nicht.
Katalanisch wird übrigens von ca.
8 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, Gälisch hingegen nur
von ca. 60.000.
Kommission erklärt
2007 zum Europäischen Jahr der
Chancengleichheit
Die Kommission hat in ihrer Mitteilung vom 1. Juni
2005 eine zukunftsorientierte Rahmenstrategie zur Förderung der
Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit für alle in der EU
vorgelegt.
Ein wirksamer rechtlicher Schutz gegen
Diskriminierungen in der gesamten EU ist zentraler Bestandteil dieser
Strategie. Dazu zählt die uneingeschränkte Umsetzung der europäischen
Antidiskriminierungsgesetze in allen Mitgliedstaaten. Ferner ist eine
Reihe von flankierenden Maßnahmen vorgesehen, um die Bürger für ihre
Rechte zu sensibilisieren und ihren Zugang zur Gerichtsbarkeit zu
gewährleisten. Mit dem Vorschlag, 2007 zum Europäischen Jahr der
Chancengleichheit für alle auszurufen, sollen Maßnahmen unter
Einbeziehung aller Stakeholder und der Öffentlichkeit gewährleistet
werden.
Die Kommission schlägt für das Europäische Jahr
vier zentrale Themen vor:
- Rechte - für das Recht
auf Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung sensibilisieren;
- Vertretung - eine Debatte
über Möglichkeiten anregen, die Teilnahme an der Gesellschaft zu
stärken;
- Anerkennung - Vielfalt
würdigen und berücksichtigen;
- Respekt und Toleranz -
eine Gesellschaft mit stärkerem Zusammenhalt fördern.
Eine Mitteilung, die sich eingehender mit der
Geschlechtergleichstellung befasst, will die Kommission im Jahr 2006
vorlegen. Die Rahmenstrategie und das Europäische Jahr sind das Ergebnis
einer öffentlichen Konsultation im Jahre 2004 auf der Grundlage des
Grünbuchs „Gleichstellung sowie Bekämpfung von Diskriminierungen in
einer erweiterten Europäischen Union“.
Betrifft: Dienst Europe Direct
Im Anschluss an einen
Beschluss der Interinstitutionellen Arbeitsgruppe für Information, in
der ich gemeinsam mit Kommissionsmitglied Wallström den Vorsitz führe,
übermittle ich Ihnen hiermit Informationen über den Dienst Europe Direct
(Call-Zentrum).
Bei Europe Direct handelt es sich um
eine gebührenfreie Telefonnummer für Informationen über die EU.
Dieser Dienst arbeitet in den 25 Mitgliedstaaten (und in 20 Sprachen)
mit einer einzigen Telefonnummer: 0800 6 7 8 9 10 11.
Nähere Einzelheiten zu Europe Direct
finden Sie unter der Adresse:
http://europa.eu.int/comm/publications/booklets/others/05/index_de.htm
bzw. unter:
http://europa.eu.int/europedirect/index_de.htm
Dieser Dienst verfügt über ein enormes
Potenzial, die Kluft zwischen der EU und den Bürgern zu überbrücken, die
„Europa anrufen“ und um Informationen nachsuchen können. Um diese
Informationsquelle optimal zu nutzen, wäre es sinnvoll, die Bürger in
ihrem Land und in ihren Wahlkreisen darauf hinzuweisen.
Europas Verfassungsvertrag nun auch
in
deutscher Sprache - Vollständiger Text im
Internet.
Am 29. Oktober 2004 unterzeichneten die Staats-
und Regierungschefs der 25 EU-Mitgliedstaaten
und der drei Kandidatenländer Bulgarien,
Rumänien
und die Türkei den
Vertrag über eine Verfassung
für Europa, den
sie am 18. Juni 2004 einstimmig angenommen
hatten. Die Verfassung soll zum 1. November
2006 in Kraft treten. Zuvor müssen die
einzelnen Mitgliedsländer den
Verfassungstext ratifizieren. Das
Beschlussverfahren - Volksabstimmung oder
parlamentarische Abstimmung - bleibt den
Mitgliedsländern vorbehalten.
In Deutschland muss der Bundestag und der
Bundesrat jeweils mit verfassungsändernder
Zweidrittelmehrheit der EU-Verfassung
zustimmen. Den vollständigen Text in
deutscher Sprache stellte die Europäische
Kommission in das Internet. Der
Verfassungsvertrag ist in sechs Dateien
aufgegliedert. Die gedruckte Fassung soll im
März 2005 erscheinen. Weitere Informationen
im Internet:
http://europa.eu.int/constitution/index_de.htm
Kommission eröffnet Portal für Zivil- und Handelssachen.
Das
Europäische Justizielle Netz für Zivil- und Handelssachen (EJN) hat die
Europäischen Kommission zu einem Online-Ratgeber ausgebaut. Es richtet
sich vor allem an Personen, die sich in grenzüberschreitenden
Rechtsstreitigkeiten befinden. Das Portal informiert über die
Rechtssituation in den einzelnen Mitgliedstaaten. Zuerst muss im linken
Menü das Rechtsproblem ausgewählt werden. Dann kann in der rechten
Spalte das Land ausgewählt werden, zu dem man für dieses Problem nähere
Informationen (jeweiligen Fristen, Formvorschriften des Landes) wünscht.
Ferner kann auf den europäischen Gerichtsatlas für Zivilsachen
zurückgegriffen werden. In ihm finden sich die Adressen der zuständigen
Gerichte und sonstigen Behörden und vereinfacht den Zugriff auf
Formblätter in allen Amtssprachen der EU. Weitere Informationen im
Internet unter:
http://europa.eu.int/comm/justice_home/ejn/adr/adr_cyp_de.htm
Verbraucher an der
Grenze befragt.
Mit dem Beitritt Polens
in die EU ist die Ein- und Ausreise in das Nachbarland unkomplizierter
geworden. Dies wird immer mehr zu Einkäufen genutzt. Günstige Preise,
gute Qualität sowie die Auswahl der Produkte überzeugen deutsche
Verbraucher davon, über die Grenze einkaufen zu gehen. Zu diesem
Ergebnis kommt eine von der Verbraucherzentrale Brandenburg in Frankfurt
(Oder) und Słubice durchgeführten Befragung. Bevorzugte Waren sind noch
immer die Nahrungs- und Genussmittel. Hauptsächlich erstehen die Käufer
Tabakwaren gefolgt von Lebensmitteln bzw. Obst und Gemüse. Insgesamt ist
ein großer Teil der Verbraucher zufrieden mit den in Polen erstandenen
Waren. Weitere Informationen im Internet unter:
http://www.vzb.de/UNIQ110077583501671718/doc11213A.html