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Dr.
André Brie am 05. Oktober 2004
Bundesregierung und
Landesregierung müssen Beihilfen für Schiffbau sicherstellen
Der Schweriner Europaabgeordnete André Brie drängt
auf eine schnelle Bereitstellung der genehmigten Beihilfen für die
ostdeutschen Werften. „Die Fortsetzung des Streits um die Finanzierung der
Beihilfen gefährdet nicht nur direkt Hunderte Arbeitsplätze im Schiffbau,
sondern zugleich den Werftenstandort Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte der
PDS-Politiker am Dienstag Abend in Brüssel. Brie sieht vor allem die
Bundesregierung, aber auch die Landesregierung in Schwerin in der Pflicht:
„Unbestritten ist die Werftenbeihilfe ein sehr großer finanzieller
Kraftakt. Aber die maritime Industrie ist eine der wenigen noch
verbliebenen Säulen der mecklenburgischen Wirtschaft, die nicht gefährdet
werden darf. Angesichts der Finanzschwäche aller norddeutschen
Bundesländer sowie der Tatsache, dass 60 bis 70 Prozent der
Schiffbauleistungen in Zulieferungen aus Süd- und Südwestdeutschland
bestehen, muss die Bundesregierung wirksam dazu beitragen, dass die
Erhöhung der Werftenbeihilfe zustande kommt.“
Die IG Metall Küste hatte am selben Tag gewarnt, dass
sich bei Ausbleiben der Beihilfen Investoren aus Mecklenburg-Vorpommern
zurückziehen könnten. In Stralsund appellierten die Mitarbeiter der
Volkswerft auf einer Belegschaftsversammlung an die Landesregierung, für
die vereinbarten Beihilfen zu sorgen. |