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Dr.
André Brie am
13. April 2004:
Zu den Forderungen von
Bundesminister Stolpe im „Handelsblatt“, angesichts der
EU-Osterweiterung Niedriglohnsektoren in den neuen Ländern einzuführen,
erklärt der PDS-Europaabgeordnete André Brie:
„Der Vorstoss Stolpes ist ebenso
unverantwortlich wie durchschaubar. Vielleicht ist der Minister nicht darüber
informiert, dass Deutschland, wie auch andere EU-Länder, äußerst
restriktive Regelungen erlassen hat, um den eigenen Arbeitsmarkt zu schützen.
Vielleicht hat Stolpe die verschiedenen Studien, die einen starken Zuzug
von Arbeitskräften in die Bundesrepublik nach der Osterweiterung
ausschließen, noch nicht erhalten. Vielleicht ist dem Sonderbeauftragten
für den Aufbau Ost nicht bekannt, dass bereits heute ein Großteil der
Beschäftigten in den neuen Bundesländern teilweise weit unter Tarif
bezahlt werden.
Sicher ist dagegen, dass Stolpe
bewusst Ängste vor der EU-Osterweiterung schürt, um den neoliberalen
Kurs der Bundesregierung zur 'Wirtschaftssanierung' und zum Sozialabbau
weiter voran zu treiben.“
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