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Dr. André Brie am 21. Oktober 2004:
EU-Kommission will Konversion mit neuer Generation von
Konvergenzprogrammen unterstützen
Antwort auf Anfrage
von Europaabgeordneten André Brie. PDS-Politiker ruft Bund und Länder zum
Handeln auf
Die Europäische
Kommission will die Umstrukturierung von früheren Militärstandorten
insbesondere in den osteuropäischen EU-Mitgliedsländern mit einer neuen
Generation von Konvergenzprogrammen unterstützen. Das teilte am Donnerstag
der Europaabgeordnete André Brie in Brüssel mit. Der PDS-Politiker hatte
die Kommission im September mit einer schriftlichen Anfrage auf den hohen
Förderbedarf bei der Konversion in den neuen EU-Staaten hingewiesen. Nach
den Angaben des Parlamentariers sind im Rahmen des KONVER-Programms der EU
zwischen 1994 und 2001 etwa 700 Millionen Euro für Konversionsmaßnahmen
zur Verfügung gestellt worden, daneben wurden bereits kleinere
Konversionsvorhaben in den neuen Mitgliedstaaten durch andere Programme
unterstützt.
Laut der von Brie
zitierten Antwort von Kommissar Jacques Barrot ist im Vorschlag der
Kommission für die Kohäsionspolitik 2007 bis 2013 die weitere
Unterstützung der Mitgliedstaaten und Regionen der EU bei der Konversion
von Militärstandorten vorgesehen. Für die neuen Mitgliedstaaten sei
geplant, die Förderung größtenteils über eine neue Generation von
Konvergenzprogrammen zu gewähren, die darauf ausgerichtet sind, die
Disparitäten gegenüber dem Rest der EU auszugleichen.
Wie der
Parlamentarier berichtete, sehe der Vorschlag vor, den
Konvergenzprogrammen zusammen mit dem Kohäsionsfonds zur Unterstützung von
Verkehrs- und Umweltprojekten oberste Priorität einzuräumen und diesen
beiden Maßnahmen etwa 78 Prozent der Gesamtmittel zuzuweisen. Der größte
Teil dieser Mittel würde auf die neuen Mitgliedstaaten und deren Regionen
konzentriert. Die gezielte Bereitstellung von Mitteln für
Konversionsmaßnahmen sollte während der Programmplanungsphase erfolgen.
Die EU-Kommission habe zudem argumentiert, mit dem neuen Vorgehen würde
der zusätzliche Verwaltungsaufwand reduziert, der mit der Planung und
Durchführung eines neuen, KONVER-ähnlichen Programms verbunden wäre.
Brie rief die
Bundesregierung und die Bundesländer auf, sich frühzeitig dafür
einzusetzen, dass die Möglichkeiten der Konvergenzprogramme auch zur
weiteren Förderung der Konversion in den neuen Bundesländern genutzt
werden können: „Bund und Länder müssen jetzt handeln, damit die Chancen
nicht vergeben werden.“ |