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09.02.2005:
Europaabgeordneter fordert
von EU, Menschenrechtsverletzungen im Iran deutlich anzusprechen
"Kritischer
Dialog“ ohne Kritik
Anläßlich
des 26. Jahrestags der Machtübernahme des islamischen Klerus' im Iran hat
der PDS-Europaabgeordnete André Brie die EU und insbesondere die
Bundesregierung aufgefordert, Menschenrechtsverletzungen Teherans deutlich
anzusprechen. „Es ist richtig, im Konflikt um das iranische Atomprogramm
eine politische Lösung zu suchen, die einen möglichen US-Angriff nicht
nur juristisch, sondern auch moralisch delegitimieren würde. Aber es ist
falsch, aus dem Dialog den brutalen Bruch von Menschen- und Bürgerrechten
auszuklammern“, erklärte Brie am Mittwoch in Berlin. Der Politiker
verwies dabei auf Angaben von Amnesty International und des Nationalen
Widerstandsrats Irans. Demnach erfolgten seit der Islamischen Revolution
1979 über 120.000 Hinrichtungen aus politischen Gründen, mehr als eine
halbe Million politische Gefangene wurde gefoltert. Verschiedene Gruppen
von Regimegegnern wollen am Donnerstag mit einer Demonstration am
Potsdamer Platz in Berlin auf die Menschenrechtssituation im Iran
aufmerksam machen.
Der
Abgeordnete betonte, dass ökonomische Interessen nicht dazu führen dürften,
die Augen vor den Realitäten zu verschließen. Dies hätten auch SPD und
Grüne vor ihrem Regierungsantritt so gesehen. „Aus dem kritischen
Dialog ist die Kritik aber inzwischen heraus gefallen“, so Brie.
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