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Dr. André Brie am 30. September 2004:
PDS-Europaabgeordneter fordert
Bundesregierung auf, gegenüber Bahn auf Klärung der Vorgänge zu drängen
Bahn muss zu Berichten über
nicht abgerufene EU-Fördermittel Stellung nehmen
Der Schweriner Europaabgeordnete André Brie hat die
Bahn aufgefordert, zu Medienberichten Stellung zu nehmen, wonach
EU-Fördermittel für den Streckenausbau Berlin-Rostock nicht abgerufen
wurden. „Wenn die aus dem europäischen Regionalfonds bereit gestellten
Gelder jetzt umgewidmet werden, ist dies nicht nur rechtlich fragwürdig,
sondern spricht auch für eine falsche Planung in der Bahnzentrale“,
erklärte der PDS-Parlamentarier am Donnerstag in Brüssel. Der Berliner
„Tagesspiegel“ hatte berichtet, bisher sei kein Baufreigabeantrag für die
Strecke gestellt worden. Möglicherweise würden der Bahn die Eigenmittel
für das Vorhaben fehlen, hieß es.
Auch die Bundesregierung müsse auf Klärung der
Vorgänge drängen, betonte Brie. Ende 2002 war eine
Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Bahn geschlossen worden.
Bundeskanzler Schröder hatte im Wahlkampf die Modernisierung der
Verbindung zwischen beiden Städten als eine der wichtigsten
Verkehrsvorhaben in Ostdeutschland vorgestellt und gegenüber der
Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns den Ausbau zugesagt.
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