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André Brie als Vertreter des
Europäischen Parlaments auf Pariser Afghanistan-Konferenz:
Kohärente
Strategie für Afghanistan notwendig
Als
Vertreter des Europäischen
Parlaments hat der Abgeordnete André
Brie (GUE/NGL) auf der Pariser Afghanistan-Konferenz die Notwendigkeit der
langfristigen internationalen Solidarität
und Unterstützung
des Landes am Hindukusch und der afghanischen Bevölkerung
unterstrichen. "Fortschritte in Afghanistan können
nur mit dem Beistand der internationalen Gemeinschaft erreicht werden",
erklärte
der Afghanistan-Berichterstatter des Europaparlaments. Dabei müssten
die sicherheits- und entwicklungspolitischen Aspekte sowie die
Anstrengungen zum Aufbau staatlicher Strukturen eine kohärente
Einheit bilden.
Trotz
der verstärkten
internationalen Hilfe müssten
die Bemühungen,
einen dauerhaften Frieden in Afghanistan zu erreichen, weiter forciert
werden. Insbesondere bei Menschenrechten und der Situation von Frauen gebe
es Handlungsbedarf, gab Brie die Position des Parlaments wider. Zudem hätten
sich die Lebensbedingungen für
viele Afghanen nicht verbessert und die Armut bleibe ein zentrales
Problem. Auch die gegenwärtige
weltweite Nahrungsmittelkrise treffe das Land hart, so der
Berichterstatter.
Der
Abgeordnete bekräftigte
die Überzeugung
des Europäischen
Parlaments, dass Stabilität,
Wiederaufbau sowie wirtschaftlicher und sozialer Fortschritt nicht mit
militärischen
Mitteln erreicht werden könnten.
Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Forderung des UN-Generalsekretärs,
den Aufbau eines funktionsfähigen
Staatswesens mit entwicklungs- und sicherheitspolitische Anstrengungen zu
verbinden.
Brie drückte
die Absicht des Europaparlaments aus, das afghanische Parlament bei der
Wahrnehmung seiner Kompetenzen zu unterstützen.
Im Zusammenwirken mit der internationalen Gemeinschaft wolle das Europäische
Parlament zur Etablierung einer guten Regierungsführung
sowie der Durchsetzung von Grund- und Menschenrechten beitragen.
Schwerin / Brüssel,
12.06.2008 |