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André Brie: Wichtiger Schritt für verbesserte Rechtssicherheit
Europaabgeordneter begrüßt Vorschlag für eine Direktive zum
gemeinschaftlichen Besitzstand im Verbraucherschutz / Harmonisierung darf
nicht zu Lasten der Verbraucherinteressen gehen
Der
Europaabgeordnete André Brie (GUE/NGL) hat den am heutigen Mittwoch
verabschiedeten Vorschlag der EU-Kommission für eine Direktive zum
gemeinschaftlichen Besitzstand im Verbraucherschutz (Consumer Acquis)
begrüßt. "Mit dem Papier kommt die Kommission dem Ziel, die verschiedenen
Regelungen im Verbraucherschutz zu vereinfachen, zu harmonisieren und
letztlich effizienter zu machen, einen großen Schritt entgegen." Dies sei
insbesondere angesichts der Tatsache von Bedeutung, dass die meisten
Richtlinien, die Teil des gemeinschaftlichen Besitzstandes im
Verbraucherschutz sind, den heutigen Anforderungen der sich verändernden
Märkte und Technik, insbesondere der Entwicklung des europäischen
Binnenmarktes und des Internets, oft nicht mehr gerecht würden, so der
Parlamentarier. Allerdings dürfe die angestrebte europäische
Harmonisierung nicht zu Lasten der Verbraucherinteressen gehen. "Der
wirksame Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher muss sich am höchsten
und gemeinschaftlichen Schutzstandard in der EU orientieren und Vorrang
vor bedingungsloser Gleichmacherei haben", betonte Brie.
"Insbesondere die
Forderungen nach klarer und eindeutiger Information der Verbraucher nicht
nur hinsichtlich Herkunft und Preis der Produkte, sondern auch über
Zahlungsmodalitäten, Rücktrittsrechte oder die Obliegenheiten im Falle
eines Produktrückrufs geben den Bürgerinnen und Bürgern größere
Rechtssicherheit", erklärte der Koordinator der GUE/NGL-Fraktion im
Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Mit dem jüngsten
Vorschlag sei es allerdings nicht getan, bekräftigte Brie:
"Verbraucherschutz ist eine ständige Aufgabe, die mit der Entwicklung der
Märkte und der Verbrauchergewohnheiten mithalten muss."
Schwerin / Brüssel,
08.10.2008 |
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