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Zu den wachsenden
Protesten in Afghanistan gegenüber den ausländischen Truppen erklärt der
Afghanistan-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, André Brie (GUE/NGL):
Sicher lässt sich
nicht jede Meldung aus Afghanistan, wie jene vom Montag über die Ermordung
einer Familie und von Kindern durch ISAF-Soldaten, umgehend auf ihren
Wahrheitsgehalt überprüfen. Unbestritten ist aber die Tatsache, dass die
Zahl derartiger Vorfälle in den letzten Wochen dramatisch gestiegen ist.
Sicher ist ebenso, dass die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber den
ausländischen Truppen schon längst umgeschlagen ist: Wer sich als Besatzer
aufführt, wer nicht Hilfe sondern fortgesetzten Krieg bringt, wer bei
seinem Vorgehen gegen mutmaßliche oder tatsächliche Terroristen den Tod
von Unbeteiligten, von Frauen und Kindern billigend in Kauf nimmt, braucht
sich über wachsende Proteste nicht zu wundern.
Der Krieg in
Afghanistan ist ein schmutziger. Und die letzten Tage zeigten: Es war nur
eine Frage der Zeit, bis sich auch das Bild der "sauberen" deutschen
Soldaten in der Realität auflöst.
Schwerin / Brüssel,
02.09.2008 |
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