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André
Brie informierte über Stellungnahme der EU-Kommission zu finanziellem
Engagement im Irak. Europaabgeordneter kritisiert mangelnde Kontrolle der
Mittelverwendung
Über 728 Millionen Euro für Irak
Seit dem
Ende des Regimes von Saddam Hussein im Jahr 2003 hat die Europäische
Kommission Irak einen Gesamtbetrag von 728,7 Millionen Euro in Form von
Zuschüssen bereitgestellt. Dies teilte der Europaabgeordnete André Brie
(DIE LINKE) am Mittwoch in Brüssel mit. Der Abgeordnete hatte mit einer
parlamentarischen Anfrage detaillierte Informationen über das finanzielle
Engagement im Irak von der EU-Kommission eingefordert.
Von
der Summe seien 618,5 Millionen Euro für den Wiederaufbau und 110,2
Millionen Euro für humanitäre Hilfe bestimmt gewesen. Unter Bezug auf die
Antwort von Außenkommissarin Ferrero-Waldner erklärte Brie weiter, die
Zuschüsse für Irak würden lediglich 5,1 Prozent der gesamten Finanzhilfe
der EU in Höhe von insgesamt 14,2 Milliarden Euro ausmachen.
Kritisch äußerte sich der Abgeordnete zur Kontrolle der Mittelverwendung
und zum Monitoring von Projekten, die mit EU-Mitteln realisiert werden.
"Der Verweis auf die zuständige
Entwicklungsgruppe der Vereinten Nationen (UNDG) und die Weltbankgruppe (WBG)
entbindet die EU-Kommission nicht von der Verantwortung, selbst den
sachgerechten Einsatz der Finanzhilfe zu überprüfen", betonte Brie.
"Gerade im Interesse der irakischen Bevölkerung ist es notwendig, die
Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen durch die UNDG und die WGB
konsequent und zeitnah zu kontrollieren. Zumal in der irakischen
Bevölkerung der Eindruck einer vollständigen Abwesenheit der EU bei der
Lösung der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme ihres
Landes besteht." |