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Zur Zuspitzung des Konflikt um die US-amerikanischen
Raketenabwehrpläne in Osteuropa erklärt der Europaabgeordnete André Brie
(Linkspartei):
... und Europa schweigt
Von dem noch vor Eintreffen George Bushs in Prag am
Dienstag betonten konstruktivem Dialog mit Russland ist Washington derzeit
weiter entfernt denn je. In der Tschechischen Republik - einem der
Stationierungsländer für die amerikanische Raketenabwehr - beschwor der
US-Präsident erneut die Gefährdung durch iranische Raketen. Stichhaltige
Beweise für diese Bedrohung blieb er abermals schuldig und beschuldigte
statt dessen erneut Russlands Staatschef, die Situation mit seiner
Rhetorik zuzuspitzen. Bewusst oder unbewusst liefert Bush mit seinen
Plänen und seinem Auftreten auch den Vorwand für Putin,
Rüstungsbegrenzungsabkommen zur Disposition zu stellen.
Und die EU schweigt. Gerade aber die mäßigende Stimme
Europas, das wieder einmal vom Wettrüsten betroffen sein könnte, ist nun
gefragt - nicht nur bei Menschenrechten, sondern vor allem bei den
überlebenswichtigen Fragen der Abrüstung. Dazu aber ist nicht das Bedienen
alter Feindbilder, sondern ehrliches Streben nach der bislang nur verbal
deklarierten strategischen Partnerschaft in Richtung Osten notwendig.
Brüssel/Schwerin, 5. Juni 2007
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