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Scharfe Kritik an
Umweltpolitik der EU und deutscher Ratspräsidentschaft. Europaabgeordneter
André Brie fordert Umdenken in Brüssel und Berlin
Deutsche
Klimakiller
Vor dem Hintergrund
des UN-Klimaberichtes hat der Europaabgeordnete André Brie (Linkspartei)
die Umweltpolitik der EU scharf kritisiert. "Die gegenwärtige deutsche
EU-Doppelspitze aus Ratspräsidentin Merkel und Industriekommissar
Verheugen erweisen sich als Klimakiller", erklärte Brie am Freitag in
Schwerin. "Mit der Ablehnung strengerer CO2-Normen für Autos verstoßen
Verheugen und Merkel nicht nur gegen Festlegungen im Programm der
deutschen Ratspräsidentschaft, sondern vor allem gegen das Gesetz der
Vernunft. Dass die Klimaänderungen wesentlich durch den CO2-Ausstoß
hervorgerufen werden, wurde mit dem Report des UN-Klimarats erneut
bestätigt", so der Abgeordnete.
Brie verwies in
diesem Zusammenhang darauf, dass schon heute abzusehen sei, dass die EU
die in Kyoto zugesagte Reduzierung der Emission von Treibhausgasen nicht
erreichen wird. Auch die Selbstverpflichtung der Automobilindustrie zur
Senkung der CO2-Emissionen sei nicht umgesetzt worden. "Europa hat in
vielen Bereichen Nachholbedarf, ob nun bei der Verkehrspolitik, der
Förderung umweltfreundlicher Energien oder der Erhöhung der
Energieeffizienz." Zudem müsse auch der Emissionshandel so ausgerichtet
werden, dass er dem Klimaschutz und nicht wirtschaftlichen Interessen der
Unternehmen diene, betonte der Politiker weiter. "Dies wird aber nur
geschehen, wenn sich führende Politiker in Europa nicht mehr als
Lobbyisten der Großkonzerne verstehen."
Brüssel/Schwerin, 02. Februar 2007
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