ANDRÉ BRIE    
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Zur Äußerung des Anti-Terror-Beauftragten von US-Präsident Bush, Fran Townsend, Washington erwäge einen Militäreinsatzes gegen El Kaida in Pakistan, erklärt der Abgeordnete und Afghanistan-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, André Brie (DIE LINKE):

Beschränktes Instrumentarium 

 

Die Kriege in Irak und Afghanistan, Truppenaufmärsche in nahezu allen Krisenregionen der Welt, Kommandoaktionen und geografisch wie rechtlich unbegrenzte CIA-Aktivitäten reichen der US-Regierung offensichtlich nicht aus. Nun erwägt Bushs Anti-Terror-Beauftragter auch noch einen Militäreinsatz in Pakistan zur Zerschlagung der El Kaida. 

Abgesehen davon, dass damit die staatliche Souveränität des "Partners" Pakistan vollends ignoriert wird, abgesehen davon, dass die Unmöglichkeit, Terrorismus militärisch auszumerzen, tragisch belegt ist, abgesehen davon, dass Heerscharen hochgerüsteter Soldaten Osama bin Laden bisher nicht fassen konnten, werden Militärschläge wieder Tod und Leid über die Zivilbevölkerung bringen und so die Unterstützung für Extremisten schüren.     

Angesichts dessen wirkt die Ankündigung aus dem Weißen Haus, man werde "jedes verfügbare Instrument einsetzen, um das Problem Osama bin Laden, Aiman el Sawahiri und El Kaida zu lösen", wie ein Hohn. Denn das Instrumentarium Washingtons beschränkte sich bislang im wesentlichen auf Kampfflugzeuge, Raketen und Interventionstruppen. Die Folgen dieses Vorgehens sind bekannt - auch für die Popularität der amtierenden US-Regierung.  

 

Brüssel/Schwerin, 24. Juli 2007

 
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