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André Brie fordert Konsequenz der EU im Kampf
gegen Landminen
Erneut Immigranten in Minenfeld an griechischer
Grenze getötet
Angesichts neuer Todesopfer in einem Minenfeld an der
griechisch-türkischen Grenze hat der Europaabgeordnete André Brie
(Linkspartei) ein konsequentes Vorgehen der Europäischen Union gegen
Landminen gefordert. Der Parlamentarier betonte, dass die EU zahlreiche
Schritte im Kampf gegen Anti-Personen-Minen unternommen habe, darunter die
Bereitstellung von Geldern zur Minenräumung und Resolutionen des
Europaparlaments zur vollständigen Beseitigung dieser Waffen. "Diese
Initiativen werden aber konterkariert, wenn in einem Minenfeld zwischen
einem EU-Mitgliedsstaat und einem Beitrittskandidaten Menschen getötet
werden", erklärte Brie am Dienstag in Brüssel. Der griechische Rundfunk
hatte am selben Tag berichtet, zwei illegale Einwanderer seien in dem
Minengürtel am Grenzfluss Evros ums Leben gekommen. Bereits am 11.
September hatte es nach den Berichten aus Athen zwei weitere Todesfälle
gegeben.
Der Abgeordnete verwies zugleich auf die gegenwärtig
in Genf tagende Überprüfungskonferenz zur Ottawa-Konvention. Diese
verbietet Einsatz, Lagerung und Handel mit Landminen. "Es ist ein großer
Erfolg, dass dieses Abkommen bis heute von 151 Staaten ratifiziert wurde",
so der Politiker. "Wenn aber allein im vergangenen Jahr weit über 7000
Menschen ihr Leben durch Minen verloren und auch der Einsatz von
minenähnlich wirkenden Streubomben, wie gerade im Libanon erfolgt, nicht
geächtet ist, zeigt dies, wie viel noch zu tun ist."
19.09.2006
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