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Europaabgeordneter: Förder- und
Strukturpolitik auf konkrete Anforderungen zuschneiden
Strukturschwache Regionen gezielt
unterstützen
Vor dem Hintergrund des am Montag
veröffentlichten vierten Fortschrittsbericht der EU-Kommission zum
wirtschaftlichen Zusammenhalt hat der Europaabgeordnete André Brie eine
intensive und fortgesetzte Unterstützung strukturschwacher Regionen in
ganz Europa gefordert. "Die von der Europäischen Kommission jetzt abermals
eingeräumten Disparitäten sind seit Jahren bekannt", erklärte der
Linkspartei-Politiker am Dienstag Nachmittag in Straßburg. "Wenn die
Kommission feststellt, dass sich seit dem letzten Zwischenbericht über den
Zusammenhalt hinsichtlich der summarischen Indikatoren für die regionalen
Disparitäten wenig geändert hat, müssen Förder- und Strukturpolitik auf
den Prüfstand."
Nach Ansicht des Abgeordneten dürfe die
Kohäsionspolitik nicht Opfer eventueller Einsparungen in der EU werden.
Die Überwindung wirtschaftlicher und sozialer Rückstände und hoher
Arbeitslosigkeit liege nicht nur im Interesse der europäischen Integration
und der Empfängerstaaten, sondern nütze auch den wirtschaftlich
fortgeschrittenen Staaten und Regionen, so Brie. Zudem sollten zur
Beurteilung der Förderwürdigkeit einer Region nicht nur statistische
Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt, sondern auch solche Kriterien
wie die Arbeitslosenquote und die soziale Situation herangezogen werden.
"Schließlich geht es nicht um eine Förderung der Förderung willen, sondern
um die konkrete Unterstützung in den betroffenen Regionen."
13.06.2006 |