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03.07.2006: Abgeordneter will
CIA-Untersuchungsausschuss des Europaparlaments einschalten:
André Brie fordert
Aufklärung über Datentransfer europäischer Banken an US-Behörden
Unmittelbar vor der Debatte des
Europäischen Parlaments über den Datenschutz bei Geldtransfers hat der
Abgeordnete André Brie Aufklärung über neue Hinweise gefordert, nach denen
europäische Banken Kundendaten an US-Behörden weitergegeben oder die
Datenübermittlung geduldet haben sollen. "Offensichtlich ist der Transfer
persönlicher Daten durch Einrichtungen und Firmen in der EU an US-Behörden
weiter verbreitet als bisher bekannt", erklärte der Linkspartei-Politiker
am Montag in Straßburg. In der vergangenen Woche hatte eine belgische
Zeitung berichtet, dass der Finanztransfer-Dienstleister Swift Datensätze
an US-Behörden gegeben habe. Dies sei auch der Europäischen Zentralbank
und der Belgischen Nationalbank BNB bekannt gewesen. Der Abgeordnete
kündigte an, dass er den CIA-Untersuchungsausschuss des Europäischen
Parlaments auffordern werde, sich mit dieser Frage zu beschäftigen.
"Auch bei der Bekämpfung des
internationalen Terrorismus müssen Grund- und Bürgerrechte strikt gewahrt
belieben", betonte Brie. Der Abgeordnete verwies darauf, dass der
Europäische Gerichtshof im Zusammenhang mit der Übermittlung von
Flugpassagierdaten aus der EU an die USA festgestellt hatte, dass für ein
solches Vorgehen die Rechtsgrundlage fehle. Zudem würden persönliche
Angaben nicht nur an die Sicherheitsbehörden weiter geleitet, sondern
gelangten über verschiedene Wege auch in die Hände anderer Einrichtungen
und Firmen. Brie sprach sich für für klare Vorgaben aus, die eine
rechtswidrige Übermittlung persönlicher Daten durch europäische
Institutionen und Unternehmen an die USA unterbinden. |