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Brüssel,
5. Januar 2006
EU-Dienstleistungsrichtlinie:
Aktivere Haltung von Kommunen, Handwerks-, Ingenieur-, Industrie und
Handelskammern in Deutschland nötig
In einem Brief an DGB-Chef Michael Sommer antwort André
Brie, Obmann der Vereinten Europäischen Linken im federführenden
Binnenmarkt- und Verbrauchermarktausschuss des Europäischen Parlamentes,
auf dessen Appell an Europaabgeordnete, sich in der parlamentarischen
Debatte um die EU-Dienstleistungsrichtlinie für den Schutz von
Arbeitnehmerinteressen und sozialer Standards in Deutschland und Europa
einzusetzen.
"Ich
kämpfe in meiner Fraktion derzeit dafür, dass über eine allgemein
ablehnende Haltung hinaus Möglichkeiten bei der Abstimmung im Februar für
weitreichende Veränderungen zugunsten der Arbeitnehmerrechte, der
sozialen Standards, des Verbraucher- und Umweltschutzes sowie der
Rechtssicherheit für Kunden, Gemeinden, auch kleine und mittelständische
Unternehmen, durch entsprechende Parlamentsmehrheiten nicht gefährdet
werden." Gemeinsam mit seinem Fraktionsvorsitzenden Francis Wurtz
hatte Brie hierzu kurz vor Weihnachten auch einen Austausch mit dem
Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes.
Brie
äußerte seine Unzufriedenheit über die vorangegangene Abstimmung im
Binnenmarkt- und Verbraucherschutzausschuss. "Wir werden die
verbleibende Zeit aktiv nutzen, um für die notwendigen Änderungen zu
werben." Die Aussichten hierfür sind seiner Meinung nach bisher
nicht positiv.
André
Brie schlug vor, der DGB möge nach Möglichkeiten suchen, Kommunen, ihre
Verbände, sowie die Handwerks-, Ingenieur-, Industrie- und Handelskammern
in Deutschland zu einer aktiveren Haltung zu bewegen. "Neben den
sozialen Fragen ist es doch auch so, dass das Herkunftslandprinzip alle
Kunden, eben zum Beispiel auch die Kommunen, in Zukunft zwingen würde, 25
unterschiedliche Rechtssysteme zu kennen und zu berücksichtigen (und das
in der jeweiligen Amtssprache)", begründete Brie seinen Vorschlag.
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