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R E S S E M I T T E I L U N G
Brüssel, 21. März 2006
Zum Vorhaben des
Bundesarbeitsministers Franz Müntefering, Arbeitnehmer aus osteuropäischen
EU-Mitgliedstaaten auch in Zukunft vom deutschen Arbeitsmarkt fern zu
halten, erklärt der Europaabgeordnete André Brie:
Offensichtlich werden in Berlin
konsequent die Realitäten ignoriert. Erstens hat es die
immer wieder zitierte "Überschwemmung" des EU-Arbeitsmarktes durch
"Billiglohn-Konkurrenz" aus den neuen Mitgliedsländern weder bei der
Süderweiterung der Gemeinschaft, noch nach dem Beitritt osteuropäischer
Länder 2004 gegeben. Im Gegenteil: Staaten, die die Freizügigkeit bereits
gewähren, haben damit gute Erfahrungen gemacht. Zweitens
wird mit dem Vorhaben Münteferings eine wesentliche Grundfreiheit der EU
ausgehebelt. Den Neumitgliedern das Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit zu
verweigern, ist nichts anderes als Diskriminierung. Drittens
schließlich kann es nicht darum gehen, Mauern zu errichten. Die Lösung für
das Problem der "Billiglohn-Konkurrenz" ist einfach - die Einführung
europaweiter bzw. zumindest deutscher Mindestlöhne. |
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