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Europaabgeordneter Dr. André Brie verlangt weiter
Aufklärung der Verschleppung des deutschen Staatsbürgers al-Masri
Brie fordert Stellungnahme zu Abkommen
USA-Mazedonien
Der Europaabgeordnete André Brie (Linkspartei) hat
von der EU-Kommission eine Stellungnahme zu dem zwischen den USA und
Mazedonien bestehenden Abkommen zur Auslieferung von Straftäter gefordert.
In einer am Dienstag eingereichten dringlichen schriftlichen Anfrage
verlangt der Parlamentarier Aufklärung darüber, ob der Kommission der
Inhalt dieses Vertrags bekannt ist und eine Auslieferung von Verdächtigen
ohne richterliche Verfügung ermöglicht.
Brie bezieht sich dabei auf die Antwort der
Kommission auf seine vorangegangene Anfrage zur willkürlichen
Verschleppung des deutschen Staatsbürgers Khaled al-Masri durch
US-Spezialkräfte in Mazedonien. Brüssel hatte darin auf das Abkommen
verwiesen und eingeräumt, sich ohne weitere Nachfragen mit den Aussagen
der mazedonischen Behörden zu der Entführung zufrieden gegeben zu haben.
Der Politiker warf die Frage auf, ob das mazedonische
Vorgehen im Fall al-Masri mit den Kopenhagener Kriterien für einen
EU-Beitritt vereinbar ist, die ausdrücklich die Einhaltung
rechtsstaatlicher Prinzipien vorsehen. Bei Verletzung der Kriterien müsse
über Konsequenzen nachgedacht werden. Kritik übte Brie auch daran, dass
die mazedonischen Behörden offensichtlich seit Längerem nicht bereit
seien, konkrete Informationen über die Umstände der Entführung zu geben
Die EU-Kommission müsse erklären, ob dieses Verhalten für sie akzeptabel
sei.
Straßburg/Schwerin, 14. März 2006
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